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Freitag, 28. Januar 2011

Kultur im Gefäß

Museum zeigt 20.000 Salz- und Pfefferstreuer aus der ganzen Welt

 

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Andrea Ludden (hinten) sammelt seit 30 Jahren Salz- und Pfefferstreuer.
Foto: Ángel García

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guadalest – vh. Was haben die Beatles, Kennedy, Glühbirnen, Füße und Pianos gemeinsam? Richtig: Sie alle sind Salz- und Pfefferstreuer im Museo de Saleros y Pimenteros in Guadalest. Andrea Ludden sammelt sie seit 30 Jahren. Mehr als 40.000 Streuer aus verschiedenen Jahrzehnten, sogar Jahrhunderten, in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien und aus allen Teilen der Welt besitzt die Belgierin.
20.000 davon zeigt sie seit Mai 2010 in ihrem Museum in Guadalest. Die andere Hälfte ziert die Regale in einem Museumspendant in Gatlinburg in den USA, wo Ludden mit ihrer Familie die meiste Zeit des Jahres lebt. Auch eine Vielzahl von Pfeffermühlen ist Bestandteil der riesigen Sammlung. „Meine Mutter hat mit dem Sammeln angefangen, weil wir keine Pfeffermühle zu Hause hatten. Dann kamen durch Freunde Salz- und Pfefferstreuer hinzu. Und weil sie nichts wegschmeißen kann, wurden es immer mehr“, erzählt Luddens Tochter Andrea, die den Namen ihrer Mutter trägt.
Die ältesten Streuer der Sammlung stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind aus Metall, Gold oder Glas. Andrea Luddens Lieblingsstücke sind jedoch die aus Plastik: Mini-Öfen, Pianos, sogar kleine Bügeleisen. „Die Sammlung beeindruckt mich immer wieder. Man kann sehen, was zu verschiedenen Zeiten angesagt war. Es ist interessant, dass etwas so Alltägliches so viel mit Kultur zu tun hat“, sagt die gebürtige Argentinierin Andrea Ludden junior.
Beim Gang durch die ganz in Schwarz gehaltenen Gänge des Familienmuseums erfährt der Besucher in vier verschiedenen Sprachen zudem etwas über die Bedeutung von Salz, dessen Gewinnung und Produktionsarten sowie über den teuersten Salzstreuer der Welt – den Cellini-Salzstreuer.
Die Luddens sind leidenschaftliche Sammler – doch nicht jedes Salz-und-Pfefferstreuer-Paar schafft es in ihr Museum: „Es gibt keine Streuer sexueller Natur, unser Museum ist für Familien gedacht“, erzählt Andrea Ludden, „auch die Twin-Towers als Streuer haben wir nicht gekauft. Das finde ich geschmacklos.“
Das Museo de Saleros y Pimenteros befindet sich in der Avenida de Alicante 2 und ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Infos auf www.museodesalerosypimen teros.es oder Tel. 965 885 006.




  Kommentare (1)
 1 DasMuseum ist der Wahnsinn
Geschrieben von: H.L., am 01-02-2011 22:10
Falls man einmal in der Naehe ist, sollte man unbedingt vorbeischauen. Es ist ueberwaeltigend. Man kann sich gar nicht vorstellen wieviel Kreativitaet in diesen kleinen Gefaessen steckt! Ein absolutes MUSS!!!

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