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| Dienstag, 22. Juli 2008 | |
Gefahr für Sagrada Familia?
Barcelona/Brüssel - Europas Bürgerbeauftragter greift wegen möglicher Umweltschäden beim Bau einer Bahnstrecke in Barcelona ein. Das Tunnel-Projekt für Superschnellzüge könnte private und öffentliche Gebäude wie die berühmte Kirche Sagrada Familia von Antoni Gaudí schädigen, fürchten Anwohner und schalteten vor zwei Jahren den EU- Ombudsmann Nikiforos Diamandouros ein. Diamandouros forderte die Europäische Investitionsbank (EIB) nach eigenen Angaben vom Dienstag auf, die Umweltverträglichkeit der geplanten Strecke zu überprüfen. Bevor die EIB finanzielle Zuschüsse für das umstrittene Vorhaben leiste, müsse sie die Umweltverträglichkeit des Tunnels prüfen und dokumentieren, forderte der Bürgerbeauftragte. Die EIB habe in ihrer Stellungnahme behauptet, den Prüfbericht der spanischen Behörden für die Teilstrecke gründlich begutachtet zu haben. Er entspreche ihren hohen Anforderungen. Diamandouros konnte in den Akten nach eigenen Angaben indes “keinen schriftlichen Nachweis über die Begutachtung der spanischen Umweltverträglichkeitsprüfung durch die EIB finden“. Der Ombudsmann forderte deshalb eine detaillierte Stellungnahme der EIB bis Ende September an. Die EIB finanziere die Bahnverbindung von Madrid bis zur französischen Grenze mit 2,5 Milliarden Euro, was mehr als einem Viertel der Gesamtkosten entspricht. (dpa/Foto CBN) |










