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| Donnerstag, 24. Juli 2008 | |
Korruption nimmt ab
Guardamar del Segura - Auf einer Skala von eins bis zehn, die die Korruption von Staaten anzeigt (eins steht für sehr korrupt, zehn für gar nicht), liegt Spanien bei 6,8. Das gab der Sprecher der Organisation Transparencia Internacional (TI), Manuel Villoria, gestern in Guardamar del Segura bekannt. Im internationalen Vergleich stehe Spanien hinter den nahezu korruptionsfreien skandinavischen Staaten, Kanada, Australien erst auf Platz 25. Im Mittelfeld bewegen sich die USA und Frankreich an Stelle 19 und 20. Villoria, Professor für Politikwissenschaften an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid, ist einer der Dozenten, die als Referenten der jährlichen Sommeruniversität von Guardamar vortrugen. Eines der zentralen Themen in diesem Jahr: Korruption und Demokratie. Villoria nannte weitere Zahlen, um Spaniens Korruptions-Grad zu erläutern: 60 Prozent aller bei den letzten Kommunalwahlen demokratisch gewählten Bürgermeister, seien in ihrer vorherigen Legislaturperiode wegen Korruption angezeigt worden. „Die Wählergemeinschaft bestraft die Partei, die ein Mitglied wegen Korruption ausschließt. Das ist unglaublich, aber wahr“, so der Politikwissenschaftler. Eine Umfrage der Organisation TI hätte außerdem ergeben, das zwei Prozent aller Spanier irgendwann in ihrem Leben schon einmal ein Bestechungsgeld gezahlt hätten, um etwa eine Genehmigung oder einen bestimmten Service zu erhalten. Die Korruption Spaniens sei „sehr subtil“, meinte Villoria. Es gäbe wesentlich mehr Fälle von Korruption, als in den Zeitungen zu lesen wäre. Immerhin sei die Korruption Spaniens in einem Jahr zurückgegangen. Das zeigt die von TI erarbeitete Skala. Während des Land im Jahr 2006 noch bei 7,1 lag, war es ein Jahr später auf den Wert von 6,8 abgerutscht. (EFE, FOTO: Jennifer Rotter) |









