Sicherer Umgang mit Gas
Gasflaschen befinden sich in Spanien in fast jedem Haushalt
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Butangasflaschen werden bei einem entsprechenden Vertrag bis vor die Haustür gebracht.
Fotos: Ángel García |
Nina Hoff
Benissa
Die schönsten Tage des Jahres sind endlich da, den Weg zum Ferienhaus oder -apartment hat man auch gefunden, voller Erwartung tritt man in sein neues Heim und steht plötzlich vor mehreren Gasflaschen. Gas in der Küche, Gas für Heißwasser, eventuell auch Gas zum Heizen. Wer von zu Hause nur Elektrizität als Energiespender gewohnt ist, betrachtet alles erst einmal mit Skepsis und gehörigem Respekt.
Und das mit Recht. Denn jedes Jahr ereignen sich Unfälle aufgrund falscher Handhabung oder mangelnder Wartung. Am 13. August kam es in Calpe zu einer Gasexplosion, bei der glücklicherweise nur Sachschaden entstand. In dem strandnahen Gebäude barsten Fenster, auch parkende Autos wurden von der Explosion in Mitleidenschaft gezogen. Vermutlich ist der Unfall auf ein poröses Gummi am Verschluss der Gasflasche zurückzuführen.
Das sollte jetzt allerdings keinen davon abhalten, seinen ganzen Urlaub lang nur kalt zu duschen oder nicht zu kochen. Wenn die Gasflaschen richtig gewartet und gelagert sind, kann bei umsichtiger Handhabung nicht viel schief gehen.
Am ehesten begegnen Urlaubern und Residenten Gasflaschen in der Küche, da in Spanien noch relativ häufig mit Gas gekocht wird. Handelsübliche Flaschen sind in der Regel die 12,5-kg-Butangasflaschen der Hersteller Repsol oder Cepsa. Diese erhält man nach Abschluss eines Vertrages direkt ab Lager oder auf Wunsch auch per Lieferung.
Nachdem man den Schutz über dem Ventil entfernt hat, wird der Anschluss über das Ventil gesteckt. Dabei zieht man den schwarzen Ring erst nach oben, um ihn anschließend fest herunterzudrücken, bis er einrastet. Jetzt ist die Flasche angeschlossen, aber immer noch durch einen schwarzen Kippschalter auf dem Anschluss gesichert. Diesen legt man zum Gebrauch zurück. Nach dem Kochen, Duschen oder Heizen, empfiehlt es sich, den Schalter wieder zu schließen.
Auf dem Gummischlauch, der mit dem Anschluss verbunden ist, steht in der Regel ein Verfallsdatum. Danach sollte man den Schlauch von einem Fachmann erneuern lassen. Ist der Schlauch nämlich porös, kann Gas entweichen.
Überprüfung
Butan- oder Propangasanlagen sollten alle fünf Jahre überprüft werden, bei Erdgas fällt alle vier Jahre eine Überprüfung an, rät das valencianische Industrieministerium. Dabei ist der Kunde jedoch nicht verpflichtet, die Dienste eines Gasinstallateurs in Anspruch zu nehmen, wenn dieser plötzlich vor der Haustür steht. Man kann auch eine andere Firma beauftragen.
Allzu oft sind nämlich falsche „Gasmänner“ unterwegs, die sich Zugang zu Häusern und Wohnungen verschaffen, um den Kunden anschließend eine horrende Rechnung für wenige Handgriffe oder eine Überprüfung der Anlage zu präsentieren. Leider gibt es auch Fälle, wo falsche Gasmänner ihre Opfer ausgeraubt haben. Also ist Vorsicht angeraten. Die falschen Gasmänner sind von den richtigen oft kaum zu unterscheiden und können sich meist auch mit irgendwelchen Dokumenten ausweisen. Deshalb empfiehlt sich stets ein Anruf bei dem offiziellen Gaslieferanten, um zu verifizieren, dass tatsächlich Gasinspektoren beauftragt wurden.
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