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Freitag, 05. September 2008

Auf Suche nach der verlorenen Zeit

Valencia im kunstvollen Spagat zwischen Historie und Moderne

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  Prachtvoll: Die Plaza del Ayuntamiento in der Altstadt von Valencia. Foto: Michael Allhoff

Michael Allhoff
Valencia 

Valencia ist anders. Die drittgrößte Stadt Spaniens mit ihren heute rund 800.000 Einwohnern hat sich in den vergangenen Jahren so rasant gewandelt wie kaum eine andere Metropole, Barcelona ausgenommen. Geblieben sind ihre prachtvollen Alleen, die größte erhaltene Altstadt Europas mit ihrer Architektur aus Gotik, Renaissance, Barock und Jugendstil.
Wie gestern schon und morgen wieder erhebt sich der Dom mit einem der Wahrzeichen der Stadt, dem Miguelete, an der Plaza de la Reina. Beeindruckend in ihrer Pracht die Seidenbörse, die Lonja de la Seda, aus dem 15. Jahrhundert.
Über ihre mittelalterlichen Stadttore Torres del Quart und Torres Serranos am Flussbett des Turia ist die Stadt weit hinausgewachsen, und sie hat die Dörfer der umliegenden Huerta vereinnahmt – Alboraia und Rocafort im Norden, Mislata im Westen sowie El Saler und Alfafar im Süden.
Ganz avantgardistisch offenbart sich Valencia dem Besucher am Flussbett des Turia, zusammen mit den Jardines del Real die grüne Lunge der Stadt. Zwölf Kilometer lange Parkanlagen durchziehen Valencia von West nach Ost wie ein grünes Band.
Futuristische Monumente
Der valencianische Stararchitekt Santiago Calatrava sowie Sir Norman Forster haben in dem ehemaligen Bett futuristisch designte Monumente der Moderne errichtet, die Jahr für Jahr Tausende von Touristen anziehen. Es mag sein, dass allein schon die Attraktionen der Ciudad de las Artes y las Ciencias eine mehrtägige Reise nach Valencia lohnen – inklusive dem muschelförmigen Opernpalast Palau de les Arts Reina Sofía, dem L’Hemisferic, einem 3-D-Kino und Planetarium plus Lasershow sowie dem L’Oceanográfic, dem größte Meerwasser-aquarium Europas. Gigantische Aquarien mit bis zu 30 Zentimeter dicken Glasscheiben stellen verschiedene Lebensräume dar – den Indischen Ozean zum Beispiel oder die Karibik. Es bleibt unvergesslich für Besucher, durch einen langen gläsernen Tunnel zu gehen – über sich einen Hai!
Eigentlich erschließt sich Valencia dem Reisenden jedoch in seinen Winkeln und Ecken, seinen wunderschön renovierten Gassen der Altstadt, den schattigen Plätzen mit riesigen Eukalyptusbäumen und ehrwürdigen Platanen sowie bei einem Spaziergang über Prachtalleen wie der Gran Vía del Marqués de Turia oder entlang der Calle de la Paz, der Straße des Friedens.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Druckausgabe.  




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