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Freitag, 26. Juni 2009 |
Die ideale Schule
Freitag, 03.07.2009
10.00 Uhr, ARTE
In Deutschland leben etwa 4,5 Millionen Kinder, deren Eltern eingewandert sind. Annähernd die Hälfte dieser Kinder verlässt die Schule ohne Abschluss. Ein miserables Ergebnis für die deutsche Bildungspolitik. Gerade im für junge Menschen zentralen Ort Schule manifestiert sich die Lebenswirklichkeit besonders deutlich. Sie liefert Belege dafür, welche Chancen „Migrantenkinder“ in der Gesellschaft bekommen, inwieweit ihnen beruflicher Erfolg beschieden sein wird und ob ein gesellschaftliches Miteinander funktioniert.
Die Reportage konfrontiert in fünf Ländern – Frankreich, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Deutschland – Schulleiter, Lehrer, Eltern und Schüler mit der Frage, wie hier Integration und der Bildungsauftrag verstanden und umgesetzt werden. Wie könnte die ideale Schule aussehen? Die Autoren beginnen ihre investigative Reise in Spanien. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Zuwanderer verdoppelt.
In einer Vorstadt von Madrid lebt Guarda. Seit zweieinhalb Jahren ist die 16-Jährige mit ihrer marokkanischen Familie in Spanien. Sie besucht eine der so genannten Willkommensschulen. Hier lernen die Kinder erst einmal gründlich Spanisch. Die Willkommensschulen sind nicht nur technisch bestens ausgestattet, sondern verfügen auch über genügend Lehrer, um eine intensive Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Und diese Lehrer werden in Spanien auf die kulturelle Vielfalt in den Klassenräumen vorbereitet. Diese Programme kosten natürlich Geld. Doch das Geld, so ist sich Spanien sicher, ist gut investiert, denn Kinder wie Guarda glauben an ihre Zukunft in der neuen Heimat.
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