Unter Strom

0
856
Dieser Mann hat für Iberdrola Versicherungen verkauft. Fotos: A. García

Calp/Alicante – sk. Die Stromrechnung steigt immer weiter. Viele Kunden flüchten auf den freien Markt und suchen nach günstigen Alternativen zu den staatlich regulierten Energiepreisen des PVPC-Tarifs. Ein Unterfangen, dass sich aber nicht für alle Privatpersonen rentiert. Nicht zuletzt deshalb, weil einige Akteure auf dem freien Markt das unübersichtliche Dickicht aus über 100 Anbietern und verschiedenen Tarifen nutzen, um Kunden Zusatzleistungen anzudrehen. Vorsicht ist also angebracht.
„Ich war kein besonders guter Drücker, ich hab drei, vier Abschlüsse am Tag gemacht. Aber es gab welche, die haben richtig Geld verdient und vielleicht zehn Verträge pro Tag abgeschlossen. 30, 40 Euro gab es pro Vertrag. schwarz natürlich“, verrät ein ehemaliger Vertreter im Auftrag von Iberdrola in Madrid. Später war er in gleiche Weise auch für Endesa tätig. Heute betreibt er ein Unternehmen in Calp und berichtet im Schutz der Anonymität der CBN, wie diese Drückerkolonnen vorgingen. Auch deshalb, weil sogar er Jahre später als Unternehmer diesen Vertretern in Calp selbst auf den Leim ging.
Beim Geschäft zwischen Tür und Angel strichen seine Kollegen und er gute Prämien für den Abschluss einer Iberdrola-Versicherung für Elektroschäden namens Protección Eléctrica de Hogar ein, die auch bei CBN-Lesern bereits für Unmut sorgte. „Für dieses Kreuzchen gab es Extrageld“, sagt er. Just gegen die vielen überflüssig erscheinenden Versicherungen strengen 20 erboste Kunden an der Costa Blanca mit Hilfe des deutschen Energieberaters Bakir Gulijew von Energy4U aus Calp nun eine Sammelklage (Artikel Seite 5) an.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here