450 Flüchtlinge für Murcia

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Die Region Murcia bereitet sich darauf vor, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Die Landesregierung gehe von 450 Menschen aus Kriegsgebieten aus, sagte die Landesministerin für Familie, Violante Tomás (Volkspartei, PP). Die Ziffer stehe im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt der Region. Doch genaue Zahlen würden erst nach einem Treffen der Minister der Europäischen Union am 14. September bekannt gegeben werden.
Murcia bringe die Menge an Flüchtlingen unter, die der Region zugewiesen werden, betonte Landeschef Pedro Antonio Sánchez (PP). Die Bürgermeisterin von Mazarrón, Alicia Jiménez (PP), kündigte ebenfalls an, Flüchtlinge in der Gemeinde aufzunehmen. Das Rathaus plant dabei ein gemeinsames Vorgehen mit Vereinen und Unternehmen.
Die soziale Bewegung Foro Social der Region Murcia ruft am Samstag, 12. September, zu einer Demonstration für die Unterstützung der Flüchtlinge auf. Die Organisation fordert unter anderem, dass sich Murcia dem Netz der „Flüchtlingsstädte“ anschließt. Das Projekt wurde von den Bürgermeisterinnen von Barcelona und Madrid ins Leben gerufen. Die Städte erklären sich bereit, Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten aufzunehmen.
Almería weigert sich
Der Bürgermeister von Almería, Luis Rogelio Rodríguez-Comendador (PP), lehnte eine Zusammenarbeit seiner Stadt mit dem Netzwerk ab. Die Verantwortung für die Flüchtlinge liege nicht beim Rathaus von Almería. Das Problem müsse koordiniert mit der Europäischen Union und der Regierung gelöst werden, sagte er.
Der Sprecher der Oppositionspartei (Linke, IU), Rafael Esteban, widersprach der Haltung. Er forderte, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, zum Beispiel ein Register zu erstellen, in das sich Familien eintragen, die Flüchtlinge bei sich aufnehmen oder eine Unterkunft zur Verfügung stellen können. Auch die Oppositionspartei Somos Mojácar kündigte an, in der nächsten Plenumssitzung zu beantragen, dass Mojácar dem Netz der Flüchtlingsstädte beitritt. Die Gewerkschaft CC.OO. sowie die Hilfsorganisationen für behinderte Menschen El Saliente und die Fundación Almeriense de Persones con Discapacidad boten ebenfalls Unterstützung und Unterkunft für Menschen aus Kriegsgebieten an.

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