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| Montag, 8. Februar 2010 | |
Korruption auf Mallorca
Palma de Mallorca - Eine Serie von Korruptionsfällen hat zum Bruch der Mitte-Links-Regierung auf den Balearischen Inseln geführt. Der sozialistische Ministerpräsident Francesc Antich schloss die kleine Regionalpartei UM (Mallorquinische Union) aus dem Bündnis aus und entließ deren drei Minister. Er steht nun einer Minderheitsregierung auf den Ferieninseln vor. “Wir können nicht zulassen, dass die Korruption das Image der Balearen beschädigt“, sagte Antich in der Hauptstadt Palma de Mallorca. Die UM steht im Mittelpunkt gleich mehrerer Betrugsaffären. Diese Woche waren fünf ranghohe UM-Politiker im Zusammenhang mit einem Skandal rund um das staatliche Institut für Tourismusentwicklung (Inestur) festgenommen worden. Darunter sind der ehemalige Tourismusminister und UM-Chef Miquel Nadal und UM-Schatzmeister Alvaro Llompart. Insgesamt nahm die Polizei im Rahmen der “Operación Voltor“ (Operation Geier) 14 Verdächtige fest. Den UM-Politikern wird zur Last gelegt, befreundete Unternehmer mit öffentlichen Aufträgen versorgt und dafür einträgliche Provisionen kassiert zu haben. Der Schaden soll mehrere hunderttausend Euro betragen. Ein Teil der Gelder sei in die Parteikasse geflossen, heißt es. Neuwahlen schloss der seit 2007 regierende Antich aus. Seiner Koalition gehört nun neben den Sozialisten nur noch der Links-Block an. Die Mallorquinische Union war seit Jahren dank ihrer Rolle als Mehrheitsbeschaffer mit wechselnden Partnern an der balearischen Regierung beteiligt. Sie ist nicht nur im Regionalparlament, sondern auch in der Inselregierung Mallorcas und im Rathaus von Palma das Zünglein an der Waage. Gegen die langjährige UM-Vorsitzende und derzeitige Parlamentspräsidentin Maria Antònia Munar wird auch schon seit langem wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt. |






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