|
| Freitag, 5. Februar 2010 | |
Überfüllte NotaufnahmenMurcia - Die öffentlichen Krankenhäuser in der Region Murcia platzen derzeit aus allen Nähten. Besonders betroffen ist die Klinik La Arrixaca in der Stadt Murcia. Vergangene Woche wurden deshalb um die zehn chirurgischen Eingriffe verschoben, die nicht lebensnotwendig waren, um Betten für Notfallpatienten frei zu halten. Nach Angaben eines Kliniksprechers meldeten sich am 1. Februar über 350 Patienten in der Notaufnahme von La Arrixaca. 62 Kranke mussten zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben oder warteten darauf, in ein Zimmer verlegt zu werden. Die Betten von 22 Patienten standen in den Gängen der Notaufnahme. Inzwischen normalisierte sich die Situation, nachdem Patienten unter anderem an halb öffentliche, halb private Krankenhäuser in der Umgebung abgegeben wurden. Grund für den massiven Andrang an Patienten sind unter anderem die für die Jahreszeit typischen Virus- und Atemwegserkrankungen, die besonders chronisch Kranke und ältere Menschen treffen. Ein zusätzliches Problem sei, dass die Menschen direkt in die Notaufnahme von la Arrixaca kämen und nicht in die Kliniken in ihrem Einzugsgebiet. Zudem würden sie einen Termin bei ihrem Hausarzt nicht am selben Tag bekommen, sondern erst einen oder mehr Tage später. Die Zeitung „La Verdad" führte eine Probe durch, indem sie am Morgen versuchte, über das Internetportal Murcia Salud einen Arzttermin für denselben Tag zu erhalten. In allen vier getesteten Gesundheitszentren blieben die Versuche erfolglos. Dennoch bezeichnete der stellvertretende Direktor des Gesundheitsdienstes von Murcia, Juan Francisco Martínez, die Situation als gut. Er behauptete, dass die Mehrheit einen Arzttermin für denselben Tag bekäme und nur 4,5 Prozent für den darauf folgenden Tag. (kb) |









