Was vom Boom bleibt
Vielleicht wäre das Kino wirklich aus der Mode gekommen. Sinkende Besucherzahlen, weniger Angebot – noch bis vor kurzem befand sich die Branche auf Talfahrt. Doch dann kam das Boomjahr 2009 und mit ihm einer der besten Kassenschlager aller Zeiten: „Avatar“, jener US-Streifen von James Cameron, der allein in Spanien mehr als zwölf Millionen Euro einspielte. Die Filmindustrie atmete auf. Und verschrieb sich sogleich ein Erfolgsrezept: 3D.
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„Europa schläft“
Wer die Oper liebt, geht nach Italien. Darin waren sich Kenner früher einig. Heute kehrt die Szene den Bühnen von Mailand oder Verona immer häufiger den Rücken. Auch der Deutsche Henning Brockhaus sucht neue Nischen in der Opernwelt. Seit 35 Jahren lebt der Regisseur im Land von Cicero und Seneca.
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Meister der Pfeifen
Orgel spielt er lediglich hinter verschlossenen Türen, heißt es. Und dabei kennt Gerhard Grenzing das imposante Instrument wie kein anderer: Seit 38 Jahren betreibt der deutsche Orgelbauer eine eigene Werkstatt in El Papiol bei Barcelona, Aufträge bekommt er aus Ländern rund um den Globus. Auch in seiner Wahlheimat Spanien hat der 67-Jährige bereits etliche Spuren seiner Kunst hinterlassen.
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Sanfter Rebell
Es gibt eine Generation von spanischen Künstlern, deren Werdegang eng mit der Geschichte ihres Landes verknüpft ist. Noch zu wach sind für sie die Erinnerungen an die Anfänge der Demokratie, zu schmerzhaft die Erfahrungen unter dem Franco-Regime. Auch der Liedermacher Víctor Manuel gehört dazu: Sein Schaffen spiegelt etwas von dem wider, was Spanien bis heute geprägt hat.
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Der heilige Herzog
Francisco de Borja hatte Ansehen, Reichtum und war bei Hof ein gern gesehener Gast. Als der Adlige 1546 in den Jesuitenorden eintrat, verlor er diese Privilegien. Die Hinkehr zu einem Leben der Enthaltsamkeit verband Borja stets mit der Abkehr von Macht und Ruhm – eine Haltung, die bei vielen seiner Zeitgenossen für Staunen sorgte.
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Musik gegen das Leid
Auf dem deutschen Buchmarkt sorgt seit Ende 2009 ein Titel für Aufsehen, der im Original bereits 15 Jahre zuvor erschienen ist. Bei dem erfolgreichen Roman handelt es sich um „Die Violine von Auschwitz“ von Maria Àngels Anglada. Dass ihr von Kritikern hoch gelobtes Werk den deutschen Lesern so lange vorenthalten wurde, ist in der Herkunft der Autorin begründet. Denn die 1999 verstorbene Maria Àngels Anglada schrieb in katalanischer Sprache.
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Ritual der Zivilisation
Mit roten Tüchern in den Händen stehen Jugendliche im Kreis. „Meine Familie wollte nie, dass ich Stierkämpfer werde“, sagt einer. Die Kamera fängt einen Jungen ein, wie er ein wippendes Metallgerät mit Hörner attackiert und den Degen darin versenkt. „Ich warne dich, du spielst mit deinem Leben“, bläut ihm der Lehrer ein. „Für mich sind das alles Psychopathen“, schimpft eine demonstrierende Tierschützerin in Günter Schwaigers Kamera.
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