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Freitag, 26. Juni 2009

Einen Toast auf den Toaster

Das Küchengerät par excellence feiert 100. Geburtstag

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Claudia Mussotter

Eine Hochzeitsliste ohne Toaster? Die wäre nicht komplett. Doch nicht alle freuen sich darüber, denn es gibt zwei Arten von Menschen: die leidenschaftlichen Toaster oder eben Nichttoaster, denen das Ding nur Platz in der Küche wegnimmt.
Brot kennt man seit etwa 6.000 Jahren, Brot zu rösten wussten schon die alten Römer. Allerdings mehr um es haltbar zu machen. Erst später lernte man den Duft frisch gerösteten Brots zu schätzen. Vielleicht waren sie es ja, die den „Toast“ (von lat. tostum: rösten) nach England brachten, wo er sich im Laufe der Jahrhunderte kultivierte. Englische Siedler führten ihn schließlich in Amerika ein.
Vor Nutzung der Elektrizität wurde Brot vor dem offenen Feuer oder über glühenden Kohlen geröstet. Wer allerdings den elektrischen Toaster erfunden und damit allerlei alternative Röstmethoden ins Abseits geschickt hat, ist nicht restlos geklärt.
Ein Problem war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelöst, denn zum elektrischen Brotrösten brauchte man ein geeignetes Wärmeelement, einen Draht, der schnell und oft hintereinander zum Glühen gebracht werden konnte, ohne zu rauchen oder brennen. Ein Draht aus einer Nickel-Chrom-Verbindung schließlich, Idee des jungen Ingenieurs Albert Marsh, machte 1905 den Weg für den noch heute gängigen Toaster frei.
Darauf folgte die Erfindung zahlreicher mehr oder weniger zuverlässiger Brotröster, oft in „Garagen“ entwickelt, die sich aber nicht durchsetzen konnten. Erst Frank Shailor, ein Techniker bei General Electric, erfand 1909, also vor 100 Jahren, den so genannten D-12-Toaster, ein Gerät, mit dem man in Serienproduktion gehen konnte. Auf einem Porzellansockel waren vier Heizspiralen angebracht, die von einem Drahtgestell umgeben waren, an das sich die Brotscheiben anlehnen konnten. Das war die Zeit der verbrannten Finger, denn der Toast musste von Hand gewendet werden. 1926 stellte der erste automatische „Pop-up“-Toaster einen wahren Durchbruch dar. Die Scheiben konnten nach dem noch heute üblichen System versenkt und beidseitig gebräunt werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Druckausgabe.




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