Eugen Daub (70) aus Orihuela Costa: Tausende von Bildern in 130 Einzelausstellungen
Eugen Daub und fünf seiner 12.000 „Touris“. Foto: M. Allhoff
Michael Allhoff
Torrevieja
„Wenn ich zwei Tage nicht malen kann“, sagt Eugen Daub, „werde ich wahnsinnig!“ Ohne seine Kunst wäre für ihn „das Leben unvorstellbar öde“. Der so vitale wie kreative und Künstler lebt seit 15 Jahren in Orihuela Costa und hat allein in den ersten zwei Jahren unter Spaniens Sonne über 2.000 Bilder gemalt. Seinen 70. Geburtstag hat der gebürtige Karlsruher kürzlich in seiner langjährigen Heimatstadt Wiehl gefeiert – mit einer Vernissage am 17. Juni, eine Retrospektive seines überaus reichen Schaffens.
Die Ausstellung „70 Jahre Eugen Daub“ in der Sparkasse Wiehl, eröffnet von Bürgermeister Werner Becker und besucht von 250 Gästen, zeigt Werke aus allen Schaffensphasen des bärtigen Originals. Mit seinem ihm ureigenen Humor und einem Augenzwinkern kommentierte Eugen Daub die Bilderschau in Wiehl: „Ein Greis kehrt in den Kreis zurück.“
Mooses auf der Isar
Eugen Daub ist genial. Seine „Touris“ zum Beispiel. Das sind kleinformatige, postkartengroße Originale, die Eugen Daub auf die große Reise schickt. „Die Kunst des Reisens – die reisende Kunst“ hat Daub seine Aktion genannt, mit der er in den letzten Jahren über 12.000 seiner Bilder in die ganze Welt verschickt hat. In München hat er das Bild „Mooses“ auf der Isar im Weidenkorb ausgesetzt. In Acapulco sprang einer der Todesspringer mit einem „Touri“ in der Badehose in die Brandung des Pazifik. „Touris“ waren in Peru, in der Mongolei, in Afrika und in Asien. Und erwirtschafteten viele tausend Euro Spenden für wohltätige Zwecke.
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