Erstmals seit Jahren einstimmige Verurteilung eines ETA-Anschlags
Gedenkfeier für Eduardo Puelles García: Die beiden Söhne des von ETA ermordeten Polizeikommissars legen einen Kranz nieder. Foto: EFE
Bilbao – ak/dpa. Die Ermordung des Polizeikommissars Eduardo Puelles García (49) am vergangenen Freitag durch eine Autobombe ist im Baskenland auf beispiellose Entrüstung gestoßen. Der neue sozialistische Landesministerpräsident Patxi López betonte in nie gekannter Härte aus dem Regierungspalast in Vitoria an die Adresse der Terroristen: „Sie haben uns den Weg des Schmerzes gewiesen, wir werden ihnen den Weg ins Gefängnis zeigen.“
Zehntausende demonstrierten noch am gleichen Tag in Bilbao unter dem Motto „Für Freiheit – ETA nein“. Erstmals änderte das baskische Regionalfernsehen ETB wegen eines ETA-Attentats das Programm, zeigte eine schwarze Trauerschleife im Bild und übertrug die Demonstration in voller Länge. Ebenfalls zum ersten Mal verurteilte das baskische Landesparlament einen ETA-Anschlag einstimmig. Selbst die ursprünglich ETA-nahe Separatisten-Parteien Aralar und Nafarroa Bai schlossen sich der Verurteilung an und riefen zu Protestkundgebungen auf.
Auch in Madrid führte der Anschlag zu Geschlossenheit. Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände betonten im Zentralparlament in einer Deklaration, ETA werde ihre Ziele nie erreichen und auch nicht den Willen der demokratischen Kräfte untergraben, die Terroristen zu besiegen.
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