20-jährige Marokkanerin stirbt in Madrid an H1N1-Virus-Infektion
Gesundheitsministerin Jiménez verkündet den ersten Schweinegrippe-Todesfall in Spanien. Foto: dpa
Madrid – ak/dpa. Erstmals ist in Spanien ein Mensch an der Schweinegrippe gestorben. Eine in Madrid lebende Marokkanerin erlag am Dienstag in einem Krankenhaus der Hauptstadt den Folgen der Infektion. Den Ärzten war es zuvor gelungen, das Kind der im siebten Monat schwangeren Frau zu retten. Die Mediziner hatten am Montag, als sich der Zustand der 20-Jährigen rapide verschlechterte, per Kaiserschnitt einen gesunden Jungen zur Welt gebracht.
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, litt die Frau an Asthma. Die Infektion mit dem neuartigen H1N1-Virus hatte eine Lungenentzündung zur Folge, an der die Marokkanerin starb. In Europa hatte es zuvor zwei bestätigte Schweinegrippe-Todesfälle gegeben, beide in Großbritannien. Dort gibt es mit 4.250 Fällen auch die höchste Zahl an Infizierten in Europa.
Bei der in Spanien gestorbenen Marokkanerin war am Dienstag unklar, wo sie sich mit dem Virus infiziert haben könnte. „Sie war nicht berufstätig, sie fuhr nicht mit der U-Bahn und besuchte keine Einkaufszentren“, berichtete ein Verwandter der Zeitung „El Mundo“. Die junge Frau sei in letzter Zeit auch nicht ins Ausland gereist. Sie war nach Angaben der Familie eine erfolgreiche Leichtathletin gewesen und hatte in Marokko und Algerien mehrere Laufwettbewerbe gewonnen. Sie lebte seit anderthalb Jahren in Spanien und war vor wenigen Tagen 20 Jahre alt geworden.
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