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Freitag, 19. Juni 2009

Fremd im eigenen Land

Vor 50 Jahren begann Massenauswanderung aus Spanien – Noch heute fehlt Interesse für Emigranten

 

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Leben zwischen Koffern: Spanische Emigranten auf Weihnachtsurlaub in Madrid, aufgenommen im Jahr 1966.
Foto: EFE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bettina Hauser

Es gibt Geschichten, die bleiben im Gedächtnis. Andere werden vergessen. Einfach so. Im Sommer 1959, vor genau 50 Jahren, wurde dem spanischen Parlament ein Stabilisierungsplan vorgelegt, mit dem die brach liegende nationale Wirtschaft wieder angekurbelt werden sollte.
Um Devisen ins Land zu holen, förderte die Regierung die Emigration spanischer Bürger ins europäische Ausland. Später blieben viele der Gastarbeiter in der neuen Heimat, andere kehrten zurück. Was die Menschen bis heute vereint, ist vor allem eines: Schicksale, deren Spuren in der Gegenwart immer mehr verwischt werden.
„Bis heute besteht nur wenig Interesse an der Geschichte der Emigranten“, bestätigt Rafael Torres. Der Journalist und Spanienkenner ist Autor des Buches „Adiós mi querida España“, erschienen bei La Esfera de los Libros. 20 Zeitzeugen kommen darin zu Wort, erzählen von Erfahrungen, die ihren Lebensweg für immer zeichnen sollten.

Erfolg im Friseursalon
Wie José Bermejo Sánchez: Mit einem Touristenvisum in der Hand machte sich der gelernte Friseur auf nach Deutschland. An der Grenze wurde er aufgehalten, zu offensichtlich war es, dass der Spanier seine Heimat auf Arbeitssuche und nicht zum Vergnügen verlassen hatte. Bermejo kehrte den Grenzposten den Rücken – und schaffte es, auf illegalem Weg einzureisen.
„Auch bevor das Franco-Regime die Auswanderung legalisierte, gingen viele Menschen aus Spanien weg“, so Torres. Ohne Papiere, ohne Arbeitsvertrag. Mit etwas Glück fanden die Wagemutigen Unterschlupf bei einem Freund oder Familienangehörigen. Stets in der Hoffnung, sich in der Fremde eine neue Existenz aufbauen zu können. Bermejo gelang dies: In Wiesbaden bekam der Spanier eine Anstellung in einem Friseursalon. Insgesamt neun Jahre blieb er in Deutschland – eine Zeit, auf die der heute in Madrid lebende Barbier mit Stolz zurückblickt.
Alleine ist der ehemalige Emigrant mit seiner Erfahrung nicht: Endlos ließen sich die Namen derer aufführen, die ihrer Heimat Spanien seit den 50er Jahren den Rücken kehrten. Allein Deutschland nahm in den zwei folgenden Jahrzehnten mehr als 400.000 Gastarbeiter aus Spanien auf – und das sind nur die offiziellen Schätzungen.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Druckausgabe.




  Kommentare (1)
 1 Wohnmobilstellplätze
Geschrieben von: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , am 04-07-2009 17:33
Ich stelle mit Bedauern fest das in punkto Stellplätze für Wohnmobile immer noch nichts gemacht wird.Wir sind eine Gruppe von 20 Campern und werden nicht mehr in Spanien überwintern somit werden wir unser Geld dort lassen wo wir willkommen sind in Frankreich und Deutschland vieleicht merken die Geschäftsleute ja was und helfen etwas nach ihre Minister sind ja wohl nicht interessiert.

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