Mit Aktionen wie der Ruta del embargo stellen sich Bauträger auf die veränderte Marktsituation ein
In einem Kleinbus werden Investoren, die sich für vor der Zwangsversteigerung stehende Wohnungen und Häuser interessieren, vom Círculo Financiero Internacional durch die Urbanisationen gefahren. Fotos: Dietmar Förster
Dietmar Förster
Málaga/Marbella
Eine Fahrt entlang der Costa del Sol offenbart die Auswirkungen der brachliegenden Bau- und Immobilienbranche. Unzählige Urbanisationen liegen verwaist in der Landschaft – entweder vor kurzem fertiggestellt oder erst gar nicht zu Ende gebaut. Wurden in Zeiten des Booms die Häuser und Wohnungen vom Plan weggekauft, finden sich seit fast zwei Jahren und insbesondere durch den Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Herbst vergangenen Jahres keine Käufer mehr.
Die mangelnde Liquidität der Interessenten und die verschärften Konditionen der Banken und Sparkassen bei der Kreditvergabe haben gleichzeitig einen großen Preisverfall bei Immobilien in Gang gesetzt. Nach einer jüngst veröffentlichten Studie der BBVA-Bank ist in diesem Jahr mit einem Sinken der Preise um zehn Prozent zu rechnen. Für 2010 werden zwölf Prozent vorausgesagt und für das darauf folgende Jahr sogar 30 Prozent.
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