3230 Solmar Autovermietung
261013 Maxi Zoo
  
Sonntag, 14. März 2010
Aktuelles
Costa Blanca Nachrichten
Costa Cálida Nachrichten
Costa del Sol Nachrichten
Spanien
Themen der Woche
Sport
Reportage
Küche
Land & Leute
Service
Spanisches im Fernsehen
Branchenbuch
Foto-Galerien
Interessante Links
Aufträge online bezahlen
Costa Blanca Wetter
RSS-Feed
Neuste Kommentare
Die letzte Chance
Palmrüssler
Die Gefahr für die Palmen nimmt offenbar ständig zu. Ich fra...
12/03/10 09:37 Weiter...
von Kurt Krieger

Die Weißbuch-Idee
Kommentar zu Dagmar,
wo auch der Nachname fehlt :-) Wovon würden die deutschen Be...
10/03/10 22:05 Weiter...
von C. M. Jo

Aktuelles arrow Themen der Woche arrow Rassismus in der Schattenwirtschaft
E-Mail
Freitag, 3. Juli 2009

Rassismus in der Schattenwirtschaft

Wie Zuwanderer ohne Papiere ausgebeutet werden – Der Fall des Bolivianers Franns Rilles Melgar

 

710_008_153954_tdw_inmigra.jpg
In Sektoren wie der Bau- oder Landwirtschaft blüht die Schwarzarbeit.
Foto: Ángel García

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stephan Kippes
Valencia

Franns Rilles Melgar wollte den Papierschnipsel noch schnell herausziehen. Es störte ihn, es gehörte nicht in den Teig. Vielen anderen wäre es vielleicht egal gewesen. Dem Bolivianer aber war „die Arbeit wichtig“. Also griff er in die Knetmaschine – und blieb drin hängen. Wie eine Spirale drehte sie sich, zog ihn immer weiter hinein. Bis zur Schulter hing der 33-Jährige darin, bevor er es schaffte, den Knopf zu drücken. Da hatte er seinen linken Arm verloren.
Franns Rilles Melgar hat nicht den Eindruck, dass sein Schicksal eine kollektive Bestürzung unter Einwanderern in Gandía auslöste, die wie er in der Schattenwirtschaft arbeiten. „Einige sehen mich schief an, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben“, meint er. Mit apathisch-trübem Blick sitzt er am Tisch und erzählt einigen Landsleuten, die betreten auf den Stumpf an seiner Schulter schauen, es fühle sich so an, als ob sein linker Arm noch da wäre und nur die Hand etwas taub. Doch er ist weg, ein „Arm zum Arbeiten“ fehlt ihm nun. Was er machen wolle, fragen sie ihn, jetzt da er nicht mehr arbeiten könne.
Im Reich der Schattenwirtschaft dreht sich alles um Arbeit. Die Wirtschaftskrise hat jüngsten Schätzungen zufolge 800.000 Immigranten dorthin abgedrängt. Sie gehören laut einer EPA-Umfrage der aktiv arbeitenden Bevölkerung an, aber in der Sozialversicherung tauchen sie nicht auf. Fast ein Drittel aller nicht aus der EU stammenden Ausländer ist nur einem einzigen und mitunter brutalen Gesetz unterworfen: dem von Angebot und Nachfrage.
Zwei Jahre lang arbeitete Franns Rilles Melgar schwarz in der Brotfabrik. Ein Gitterkäfig hätte verhindern müssen, dass er in die Knetmaschine greifen kann. Doch den gab es schon lange nicht mehr. Seine fünf Kollegen schufteten wie er, manchmal von zwölf Uhr nachts bis zwölf Uhr mittags für 900 Euro im Monat. Keiner hatte Papiere, keiner zeigte den Betrieb an. Weder die Einwanderungsbehörde noch die Arbeitsaufsicht, noch das Gesundheitsamt stellte die Maschinen ab. Wie war das möglich?

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Druckausgabe.




  Artikel kommentieren

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 

 

 
Suchen
Werbung
209710 Rentalscout

Surftipps
Wer ist online ?
Aktuell 22 Gäste online