Stadt und Unternehmer suchen nach Auswegen aus der Misere des Tourismussektors in Roquetas
Trübe Aussichten für den Fremdenverkehr: Kommen in den Hotels bald ein Rezeptionist auf einen Urlauber? Fotos: jan
José A. Nieto
Roquetas
Am 15. Juni beginnt in Spanien ganz offiziell die touristische Hauptsaison. Für Roquetas, das Flaggschiff der Fremdenverkehrsbranche in der Provinz Almería, ist dies ein ganz besonderes Datum. Zwar verfügt die Stadt nicht mehr wie einst über mehr als 70 Prozent der Hotelkapazitäten Almerías, weil die Provinzhauptstadt sowie die Gemeinden an der Ostküste mittlerweile nachgezogen haben. Mit noch immer knapp der Hälfte aller Hotelbetten ist Roquetas dennoch weiterhin das Maß der Dinge in Sachen Tourismus in Almería. Und so werden die rund 80.000 Einwohner der Stadt auch in diesem Sommer wieder in etwa genau so viele auswärtige Besucher willkommen heißen.
Für den Tourismussektor in Roquetas steht in den nächsten Monaten aber auch einiges auf dem Spiel. Die letzte Neueröffnung eines Hotels liegt inzwischen einige Jahre zurück, der Bau der neuen Urbanisation Playa Serena Sur geht äußerst schleppend voran, und ein Bummel durch die älteren Feriensiedlungen, wo immer mehr Lokale leer stehen, offenbart, dass die fetten Jahre im Fremdenverkehr vorbei zu sein scheinen.
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