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Donnerstag, 29. Mai 2008

Mit Esperanto durch die Welt

Im Internationalen Jahr der Sprachen feiert der Esperanto-Weltbund seinen 100. Geburtstag

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 Jeden Dienstagabend heißt es Esperanto pauken: Lehrer Julio Herrero (2.v.r.) und  Ángel Arquillos (2. hinten l.), Präsident der

andalusischen Esperanto-Vereinigung, haben
 den Unterricht ins Leben gerufen.  Fotos: Birgit Broecheler

Birgit Broecheler

„Saluton“, sagt Julio Herrero und meint damit nichts anderes als „Hallo“ oder „Grüß dich“. Herrero ist Esperanto-Lehrer in Málaga. Seit zwei Jahren unterrichtet er jeden Dienstagabend 90 Minuten lang eine zehnköpfige Truppe in der Aula 6 des Colegio Al-Andalus in Esperanto. „Das ist die einfachste Sprache der Welt“, erklärt Herrero.
Herreras Schüler eint Neugier und der Wunsch nach grenzenloser Kommunikation. Esperanto gehört zu keinem Land und kann doch überall gesprochen werden. „Mich hat die Vorstellung fasziniert, eine Sprache zu lernen, bei der wir alle gleich sind. Es gibt keine Muttersprachler, keine Vormachtstellung der Sprache, wie das etwa beim Englischen der Fall ist“, erklärt die Französischlehrerin Carmen. Und Ángel Arquillos, Präsident der andalusischen Esperanto-Vereinigung AEU, meint: „Ich habe schon Reisen nach Ungarn und in andere Länder gemacht und mich dort mit Esperanto-Sprechern verabredet. Sie haben mir ihre Heimat gezeigt und waren sehr gastfreundlich. Esperanto verbindet Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und Kultur.“
Doch das wissen nur die wenigsten. Eben deshalb ernten Herreros Schüler oft ungläubiges Staunen, wenn sie Nachbarn, Freunden oder der Familie erzählen, dass sie Esperanto lernen. „Esperanto – was ist das?, fragen mich die meisten“, erklärt Carmen, die nebenbei auch noch Arabisch lernt. Und der Verwaltungsangestellte Rafael bestätigt: „Die meisten Leute verbinden eine Sprache mit einem Land. Deshalb können sie mit Esperanto nur wenig anfangen.“
Wie viele Menschen weltweit Esperanto-Kenntnisse haben, darüber gibt es nur Spekulationen. Schätzungen reichen von einer bis zu zehn Millionen Menschen, die Esperanto lesen, schreiben oder gar reden können. „Das Internet hat viele Möglichkeiten eröffnet, Esperanto zu lernen. Man muss keinen Kurs besuchen oder gar in einer Vereinigung eingeschrieben sein“, erklärt José Antonio del Barrio, Direktor der Esperanto-Stiftung in Zaragoza.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Druckausgabe.




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