Vereint im Mudéjar-Himmel

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Foto: diegoandlori.com

Teruel – sw. Teruel, existiert das überhaupt?, fragt manch Spanier. Wirkt in der kleinsten Provinzhauptstadt nicht nur der Torico, das Stierchen im Zentrum, winzig. Doch genau hier soll sich, vor exakt 800 Jahren, eine der tragischsten Liebesgeschichten des Landes zugetragen haben: Isabel und Diego waren die Amantes, die Liebenden, von Teruel.
1171 hatte König Alfonso II. gerade erst das Maurendorf Tirwal erobert. In die neue Stadt, umgeben von einer Mauer mit sieben Toren, zogen die Familien Marcilla und Segura. Erstere war angesehen, eine Plage brachte sie jedoch um die Besitztümer. Die Seguras waren vermögende Handelsleute.
Schon als Kinder, sagt die Legende, waren Isabel de Segura und Diego de Marcilla, den Quellen auch Juan nennen, unzertrennlich. Aus Freundschaft erwuchs Liebe. Liebe, die unmöglich war: Der Zweitgeborene einer gebeutelten Familie wäre für die einzige Tochter der Seguras nicht gut genug. Außer, Diego würde reich werden, und dies versprach er Isabel.

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