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Freitag, 06 September 2013

Özil zahlt die Zeche für Bale-Fiesta

Blitzwechsel zu Arsenal löst „Unwetter bei Real“ aus – Fußballer und Fans bedauern Weggang des Deutschen

So wird Mesut Özil künftig für Arsenal London jubeln, zum Bedauern vieler Real-Fans. Foto: dpa So wird Mesut Özil künftig für Arsenal London jubeln, zum Bedauern vieler Real-Fans. Foto: dpa

Madrid – dpa/tl.

In rasendem Tempo ist Mesut Özil mit seinem Blitztransfer von Real Madrid zum FC Arsenal zum teuersten deutschen Fußballer geworden. Der spektakuläre 50-Millionen-Euro-Deal, der mit der Verpflichtung des walisischen Nationalspielers Gareth Bale durch die „Königlichen“ für die Wahnsinnssumme von 100 Millionen Euro ausgelöst wurde, wurde am Montag perfekt gemacht. Offenbar hatte Özil bei Real das Vertrauen nicht mehr gespürt. Doch erledigt scheint die Sache noch nicht: „Der Özil-Transfer löst bei Real ein Unwetter aus“, titelte die Zeitung „El Periódico“.
Der in Europa begehrte Edeltechniker Özil, der vertraglich noch bis 2016 an Real gebunden war, soll mit seinem Verkauf wohl zur teilweisen Refinanzierung des sündhaft teuren Bale beitragen. Özil war nach der WM 2010 für 17 Millionen Euro von Werder Bremen zu Real gewechselt. Noch vor wenigen Tagen hatte Özil bei einem Sponsoren-Termin mit Nachdruck bekräftigt, trotz des sich abzeichnenden Rekordeinkaufs des Walisers Bale in Madrid bleiben zu wollen.
Das Bekenntnis Özils zu den „Königlichen“ wurde vom Verein nicht erwidert. Am Sonntag ließ der neue Real-Trainer Carlo Ancelotti den deutschen Spielmacher beim 3:1 gegen Athletic Bilbao 90 Minuten auf der Bank schmoren. Danach wurde die Verpflichtung von Bale verkündet, der am Montag in Madrid im Stadion vorgestellt wurde.
Auch in Spanien geht der Transfer von Özil in die Geschichte ein. Es ist der teuerste Spielerverkauf von Real. Den bisherigen Rekord hatte der Brasilianer Robinho gehalten, der 2008 für 43 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt war. „Der Unterschied ist jedoch, dass Real sich jetzt nicht von einem Spieler trennt, dessen Einsatzbereitschaft (wie bei Robinho) angezweifelt wurde“, betonte die Zeitung „El País“.
„Die Madrilenen gaben nun einen 24-jährigen Profi ab, der sich noch in der Entwicklung befindet. Özil besitzt spielerische Qualitäten, über die kein anderer im Kader verfügt“, meinte die angesehene Zeitung. Der Deutsche zahlt nach übereinstimmender Meinung der Kommentatoren die Rechnung für die „Fiesta“ der Rekordverpflichtung von Bale.

 

 

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