Comeback gelungen

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Gareth Bale (l) von Real Madrid feiert das zweite Tor seiner Mannschaft. Real Madrid hat beim Comeback von Trainer Zinedine Zidane einen Sieg eingefahren. Foto: dpa

Madrid – dpa. Real Madrid hat beim Comeback von Trainer Zinedine Zidane einen Pflichtsieg eingefahren. Gegen die abstiegsbedrohten Gäste von Celta Vigo baute der Erfolgscoach das Team der Königlichen auf mehreren Positionen um und lag mit seinen Personalentscheidungen richtig. Isco, der erstmals seit Oktober in der Startelf stand, erzielte in der 62. Minute den Führungstreffer. Gareth Bale, dem Vernehmen nach kein Lieblingsspieler von Zidane, markierte in der 80. Minute den 2:0 (0:0)-Endstand. Der deutsche Ex-Weltmeister Toni Kroos absolvierte im Mittelfeld die komplette Spielzeit.

Real festigte damit in der spanischen Primera Division den dritten Platz, hat aber bei einem Spiel mehr immer noch neun Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona. Zidane war am Montag als Nachfolger von Santiago Solari auf den Trainerposten zurückgekehrt.

Im Mai hatte er nach dem dritten Titel in Serie in der Champions League seinen Rücktritt erklärt. Damals hatte er von „natürlichen Abnutzungserscheinungen“ gesprochen. In der Champions League und dem spanischen Pokal ist Real bereits ausgeschieden.

Zwei Monate vor Saisonende hat Spaniens Fußball-Rekordmeister keine reellen Titelchancen mehr. Doch aufgrund des Comebacks von Erfolgstrainer Zinedine Zidane beginnt für Kroos & Co. eine 60-tägige „Probezeit“, ein harter Kampf um die Stamm- und Kaderplätze.

Es gibt für einige Spieler neue Risiken – und für andere neue Chancen. Das weiß auch Isco, der zu denen gehörte, die eigentlich schon auf der Abschussliste standen. „Das ist meine Chance, und die werde ich nutzen“, twitterte der 26-jährige Mittelfeld-Nationalspieler.

Anstelle des geschassten Santiago Solari ist es nämlich „Zizou“, der die von Medien, Fans und auch von Clubboss Florentino Pérez geforderte Runderneuerung des Kaders nach der jüngsten Pleiten-Serie einleiten soll. Und die begann bereits im großen Stil. Am Donnerstag wurde die Verpflichtung von Eder Militao bekannt. Der 21 Jahre alte Brasilianer war vor neun Monaten vom FC Sao Paulo zum FC Porto gewechselt und entwickelte sich schnell zu einer Stütze des Champions-League-Viertelfinalisten. Er wechselt für 50 Millionen Euro und ist damit teuerster Abwehrmann der Real-Geschichte.

Am Freitag berichtete die britische Zeitung „The Sun“, Real werde Chelsea ein 82-Millionen-Euro-Angebot für Eden Hazard machen. Der Druck auf Kroos wird damit größer, denn der Deutsche war zuletzt heftigst kritisiert worden. Neben Kroos, Isco – der unter Solari laut Medien „rebelliert“ und deutlich zugenommen hatte – stehen vor allem Gareth Bale, Marcelo und Karim Benzema am Pranger.

Auf der Wunschliste des milliardenschweren Bauunternehmers Pérez stehen unter anderem so schillernde Namen wie Kylian Mbappé und Neymar (beide Paris Saint-Germain), Paul Pogba (Manchester United) und Sadio Mané (FC Liverpool). Geld hat Real. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im diesjährigen „Football Money League“-Bericht enthüllte, nahmen die Königlichen vorige Saison knapp 751 Millionen Euro ein. Damit liegt der Club vor dem FC Barcelona (690) und Manchester Unted (666) deutlich vorne.

„Einige Dinge werden wir ändern müssen“, sagte Zidane bei seiner Präsentation. Gegen Vigo startet der Franzose derweil nicht nur die Beobachtung seiner Schützlinge, er feiert auch ein Jubiläum. Es ist für ihn das 150. Spiel als Real-Trainer. Auf seiner ersten Etappe gewann er neun Titel, darunter drei Mal die Champions League und 104 von 149 Pflichtbegegnungen. Große Probleme dürfte er bei seinem „zweiten Debüt“ als Real-Coach im Bernabéu nicht haben. Das abstiegsgefährdete Team aus Galicien schaffte in 52 Spielen bei den Königlichen nur sechs Siege und fünf Remis.

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