Kontrolle gegen Steuerflucht

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Brüssel – Die Europäische Union hat mit Andorra ein Abkommen gegen Steuerflucht geschlossen. Ab 2018 wollen beide Seiten automatisch Bankkonten-Informationen austauschen, wie der Rat der EU-Staaten am Freitag in Brüssel mitteilte. Der europäische Kleinstaat zwischen Spanien und Frankreich will dabei Daten über Konten von EU-Bürgern in seinem Hoheitsgebiet liefern. Umgekehrt gibt die EU Daten von Staatsbürgern aus Andorra mit Konten in EU-Staaten weiter. Die EU hat vergangenes Jahr ähnliche Abkommen mit der Schweiz, Liechtenstein und San Marino unterzeichnet. Die Verhandlungen mit Monaco sollen demnächst abgeschlossen werden.

 

Die EU-Finanzminister diskutierten zudem bei ihrem Treffen am Freitag in Brüssel neue Mittel gegen Steuervermeidung internationaler Konzerne. Die EU-Kommission hatte dazu jüngst einen Gesetzesvorschlag vorgelegt. Dieser gehe in die richtige Richtung, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Dem Vorstoß zufolge sollen unter anderem Gewinne künftig dort versteuert werden, wo sie entstehen. (dpa)

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