Adiós, Montserrat Caballé

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Tochter Montserrat Martí und Mutter Caballé singen gemeinsam 2006 bei der ZDF-Spendengala. Foto: Andreas Gebert, dpa

Barcelona – sk. Die Opernsängerin Montserrat Caballé ist in der Nacht zum Samstag im Alter von 85 Jahren im Krankenhaus Sant Pau de Barcelona gestorben. Die Beisetzung der großen Künstlerin findet Montag im Tanatorio Les Corts statt, der auch Sonntag für Beileidsbekundigungen geöffnet ist.

Montserrat Caballé war eine der großen Sopran-Stimmen des 20. Jahrhunderts, vergleichbar mit Maria Callas, Joan Sutherland oder Renata Tebaldi. Sie wurde 12. April 1933 im Viertel Gràcia in Barcelona geboren und stammte aus eher bescheidenen Familienverhältnissen.  Dank eines Stipendiums konnte sie im Alter von elf Jahren das Conservatorio Superior de Música del Liceo in Barcelona besuchen. 1954 gab sie in der Rolle der Serpina aus der La serva padrona im Teatro Principal in Valencia ihr Debut.

Zum Weltstar wurde sie 1965 mit Lucrecia Borgia, als sie Marilyn Horne in der Carnegie Hall von New York ersetzte. Über 50 Jahre lang trat sie mit den besten Orchestern in den größten Opernhäusern und Theatern der Welt auf, arbeitete bei ihren mehr als 4.000 Aufritten mit Dirigenten wie Herbert von Karajan, Leonard Bernstein oder Zubin Mehta zusammen, um nur einige zu nennen. Vielen unvergessen dürfte ihr Auftritt bei den Olympischen Spielen 1992 sein, als sie im Duett mit Freddie Mercury von der Rockgruppe Queen das Lied „Barcelona“ sang.

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