Asturien-Preise für Scorsese und Messner

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König Felipe nimmt den Applaus des Publikums und seiner Königin entgegen. Foto: EFE

Oviedo – mar. Am Freitag wurden in Oviedo die „spanischen Nobelpreise“, die Prinzessin-von-Asturien-Preise 2018 vergeben. Hochrangige, staatliche Auszeichnungen, die besondere Leistungen auf den Gebieten Wissenschaft, Kultur und Kunst sowie gesellschaftlicher Entwicklung würdigen. Die Verleihung ist gleichzeitig ein Defilée der Prominenz und ein Hochamt der Boulevard-Presse.

Beim Galaempfang des Königspaares, – die Frau des Staatsoberhauptes König Felipe VI. trägt gleichzeitig den Titel einer Fürstin von Asturien, die Erstgeborene Leonora ist Prinzessin von Asturien -, im Teatro Campoamor von Oviedo, hielt aber wieder nicht Letizia, sondern wie üblich ihr Gatte die Festansprache.

Dieser nahm den im Dezember anstehenden 40. Jahrestag der demokratischen Verfassung Spaniens zum Anlass um deren Bedeutung für das Land zu würdigen: „Die Verfassung ist ein stolzes Beispiel der Reife und Verantwortung eines ganzen Volkes, das Demokratie und Freiheit errungen hat.“ Es fehlten auch nicht die Anspielungen auf die Einheit Spaniens, die durch diese Verfassung garantiert werde, wenn auch subtiler als im Vorjahr und natürlich wieder in Richtung Katalonien gerichtet. Regierungschef Pedro Sánchez nahm an der Zeremonie nicht teil, er ist in Brüssel beim EU-Gipfel, einige seiner Minister wurden mit Unmutsbekundungen empfangen.

Zu den Preisträgern gehören: der US-Filmemacher Martin Scorsese, der vor allem mit gesellschaftlich tiefer schürfenden Gangster-Streifen zur Legende der cineastischen Welt aufstieg. Die französische Krimi-Autorin Fred Vargas, die mittelamerikanische Journalistin Alma Guillermoprieto, der schwedische Mediziner und Evolutionsbiologe Svante Pääbo, unter anderem Leiter des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, die Alpinisten-Legende Reinhold Messner sowie dessen zwar weniger bekannter aber nicht weniger abenteuerlustiger polnischer Kollege Krzysztof Wielicki.

Spanische Medien vermerkten zudem, dass der Königin, die in einem umwerfenden Cocktailkleid von Felipe Varela erschienen war, während der Zeremonie fröstelte und sie sich daher ein wärmendes Tuch reichen ließ.

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