Bankia zahlt Geld zurück

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Madrid – Das spanische Geldinstitut Bankia zahlt Kleinanlegern das Geld zurück, das diese beim Börsengang des Unternehmens 2011 für den Kauf von Aktien ausgegeben haben. Die vor vier Jahren verstaatlichte Großbank will sich damit eine Serie von Prozessen ersparen. Spaniens Oberster Gerichtshof hatte im Januar aufgrund von Unregelmäßigkeiten beim Börsengang von Bankia zwei Kleinaktionären das Recht zugesprochen, das in den Aktienerwerb investierte Geld zurückzuverlangen.

 

Wie Bankia am Mittwoch mitteilte, können Kleinanleger die Erstattung ihrer Ausgaben für den Aktienkauf beantragen. Sie sollen ihr Geld mit einem Zinsaufschlag von 1,0 Prozent pro Jahr vollständig zurückerhalten. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Summe der Erstattungen sich insgesamt auf 1,84 Milliarden Euro belaufen wird. Die Bank habe dafür ausreichende Rücklagen geschaffen, betonte Geschäftsführer José Sevilla.

 

Der Börsengang ist Gegenstand von Ermittlungen der Justiz. Der damaligen Bankia-Führung unter dem früheren IWF-Direktor Rodrigo Rato wird zur Last gelegt, dass das Geldhaus damals mit geschönten Daten an die Börse gegangen sei. Bankia hatte 2012 im Mittelpunkt der spanischen Bankenkrise gestanden. Der drohende Zusammenbruch der Großbank zwang Spanien 2012 dazu, von der EU Kredithilfen von über 40 Milliarden Euro für eine Bankensanierung in Anspruch zu nehmen. (dpa)

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