Bauen auf Dialog

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Pedro Sánchez (l), Regierungschef von Spanien, unterhält sich mit Quim Torra (r), Regionalpräsident von Katalonien, bei einem Treffen in Barcelona. Foto: dpa

Barcelona – dpa. Im Konflikt um die Unabhängigkeit der Region Katalonien sind  Ministerpräsident Pedro Sánchez und der separatistische Regionalpräsident Quim Torra erstmals seit gut fünf Monaten wieder zusammengekommen. Beide Seiten setzten auf einen „wirksamen Dialog“, hieß es in einem gemeinsamen Kommuniqué, das nach dem rund eineinhalbstündigen Treffen am späten Donnerstagabend in Barcelona veröffentlicht wurde. Man wolle auf die Forderungen der Katalanen nach mehr Selbstbestimmung mit einem „politischen Vorschlag“ antworten, der „von weiten Teilen der katalanischen Gesellschaft unterstützt“ werde, hieß es.

Nach dem verfassungswidrigen Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober 2017 und einem anschließenden Abspaltungsbeschluss hatte die damals noch vom konservativen Sánchez-Vorgänger Mariano Rajoy angeführte Zentralregierung Katalonien unter Zwangsverwaltung gesetzt. Bei der regionalen Neuwahl im Dezember 2017 setzten sich die separatistischen Parteien aber erneut knapp durch.

Die beiden Regierenden hatten sich bisher nur einmal – Anfang Juli – kurz nach der Amtsübernahme des Sozialisten Sánchez getroffen. Das zweite Treffen fand nun einen Tag vor einer umstrittenen Kabinettssitzung der Zentralregierung in der katalanischen Hauptstadt statt. Die wöchentlichen Gespräche der Minister finden normalerweise in Madrid statt, wurden diesmal aber nach Barcelona verlegt. Radikale Separatisten empfinden die Verlegung als Provokation und kündigten Protestaktionen an.

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