Debatte über neuen Kandidaten

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Carles Puigdemont und Elsa Artadi, werden beim Treffen mit Vertretern ihrer Partei Junts per Catalunya fotografiert. Foto: dpa

Barcelona – dpa. Der fünfte und wahrscheinlich letzte Versuch der Regierungsbildung in Katalonien startet an Samstag. Die Sitzung zur Debatte und zur Abstimmung über den neuen Kandidaten auf den Posten des Regionalpräsidenten, Quim Torra, werde in Barcelona um 12 Uhr beginnen, teilte das katalanische Parlament am Freitag auf Twitter mit.

Parlamentspräsident Roger Torrent habe Torra nach einer Konsultationsrunde mit den Parteichefs offiziell nominiert, hieß es. Wenn es bis zum 22. Mai – in nur eineinhalb Wochen also – keine neue Regierung gibt, muss in Katalonien neu gewählt werden.

Der von der spanischen Justiz gesuchte Separatistenchef Carles Puigdemont hatte am Freitag nach monatelangem Tauziehen mit der Zentralregierung in Madrid auf eine eigene Kandidatur verzichtet. Torra ist nun erstmals ein unbelasteter Kandidat. Puigdemont hält sich in Berlin auf, wo er auf eine Entscheidung der deutschen Justiz über seine Auslieferung an Spanien wartet.

Es ist davon auszugehen, dass Torra bei einer ersten Abstimmung nicht die nötige absolute Mehrheit der Stimmen erreichen wird und erst am Montag bei der zweiten Wahl, bei der ihm eine einfache Stimmenmehrheit reichen würde, eine Chance hat. Die drei für die Unabhängigkeit eintretenden Parteien haben zwar zusammen mit 69 von 135 Sitzen die absolute Mehrheit. Die vier Abgeordneten der linksradikalen CUP wollen sich dem Vernehmen nach aber der Stimme enthalten, weil sie nur Puigdemont als Kandidaten akzeptieren.

 

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