Feuer zerstört bereits 2.500 Hektar

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Aufmerksam beobachten Brandschützer die Entwicklung des Waldbrands auf La Palma. Foto: dpa

Santa Cruz de La Palma – dpa. Das wohl von einem Deutschen entfachte Feuer auf La Palma hat schon rund 2500 Hektar Pinienwald im Süden der Kanaren-Insel zerstört. Die Flammen seien noch nicht unter Kontrolle und breiteten sich in den Gemeinden El Paso und Fuencaliente Richtung Süden aus, berichtete der TV-Sender RTVE am Freitag unter Berufung auf die Behörden der spanischen Insel.

Beim Feuer in einer hügeligen und schwer zugänglichen Gegend um den Naturpark Cumbre Vieja kam ein Forstmitarbeiter ums Leben. In der Nacht zum Freitag wurden nach Angaben des kanarischen Notdienstes in Fuencaliente 1800 Anwohner vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die Zahl der Evakuierten kletterte damit auf insgesamt rund 2500. Die 25 Quadratkilometer, auf denen die Flammen die Natur vernichteten, entsprechen fast der gesamten Fläche der Nordseeinsel Norderney.

Die ganze Nacht setzten mehr als 200 Menschen – darunter Soldaten, Feuerwehrmänner und Polizisten sowie Mitarbeiter des Zivilschutzes, des Roten Kreuzes und der Forstbehörden – den Kampf gegen die seit Mittwoch wütenden Flammen fort. Eingesetzt wurden dabei bis zum Sonnenuntergang sieben Hubschrauber und ein Löschflugzeug. Starker Wind behinderte die Löscharbeiten. Sorgen bereiteten auch die steigenden Temperaturen und die geringe Luftfeuchtigkeit.

Ein 27-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz habe eingeräumt, im Freien seine Notdurft verrichtet und das benutzte Papier angezündet zu haben, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit. Der Mann sollte einem Richter vorgeführt werden. Ihm droht eine Haftstrafe.

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