„Königshaus war eingeweiht“

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Urdangarins Ex-Partner Torres bei der Vernehmung. Foto: dpa
Urdangarins Ex-Partner Torres bei der Vernehmung. Foto: dpa
Urdangarins Ex-Partner Torres bei der Vernehmung. Foto: dpa

Palma de Mallorca – Im Prozess gegen die spanische Königsschwester Cristina und andere hat ein Hauptangeklagter ausgesagt, das Königshauses sei in den Fall verwickelt gewesen. Berater des damaligen Königs Juan Carlos hätten die Geschäfte der Stiftung Nóos überwacht, erklärte Diego Torres, ehemaliger Geschäftspartner von Cristinas Ehemann Iñaki Urdangarin, am Dienstag bei seiner Vernehmung vor einem Gericht in Palma de Mallorca.

Urdangarin (48) und Torres (50) sind angeklagt, die von ihnen geführte Stiftung Nóos dazu benutzt zu haben, sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen zu haben. Die Infantin Cristina (50), eine Schwester von König Felipe VI., wird beschuldigt, ihrem Mann Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet zu haben.

Der frühere Ökonomie-Dozent Torres sagte aus, sein Sekretär habe den Rechtsberater von Juan Carlos regelmäßig über die Geschäfte von Nóos unterrichtet. Auch die Steuerbehörde sei informiert worden. „Bei dieser doppelten Überwachung konnte ich niemals davon ausgehen, dass an den Geschäften etwas nicht stimmte“, betonte Torres. Die Stiftung hatte Sportkongresse organisiert und soll laut Anklage dabei den Regionalregierungen von Valencia und den Balearen ein Vielfaches der tatsächlichen Kosten in Rechnung gestellt haben.

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