Laufzeit verlängert

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Spanien will stufenweise aus der Kernenergie aussteigen. Foto: Archiv

Madrid – sk. Die Laufzeit des Kernkraftwerks Almaraz ist bis 2028 verlängert worden. Eigentlich sollten die beiden Reaktoren im Juni 2020 vom Netz gehen. Am Freitag kamen die Energiekonzerne Iberdrola, Endesa und Naturgy überein, einen Reaktor 2027 und den anderen 2028 abzuschalten. Die Vertrag über die Laufzeitverlängerung des seit 1981 beziehungsweise 1983 Strom produzierenden Kernkraftwerks sieht Investitionen von 400 Millionen Euro vor, und die Möglichkeit, diese um weitere 50 Prozent aufzustocken. Die drei Konzerne kontrollieren das Kernkraftwerk in der Extremadura anteilig, Iberdrola hält 53 Prozent; Endesa 36 und Naturgy elf. Die Verhandlungen gestalteten sich als schwierig, weil Endesa höhere Investitionen forderte im Hinblick darauf, die Laufzeit über 2028 hinaus zu verlängern. Letzendlich gelang es der Regierung, die Drei an einen Tisch zu bringen. So einigte man sich auf ein Abkommen, das auch auf die beiden Kernkraftwerke in Tarragona Ascó und Vandellós angewandt werden kann und die Arbeitsplätze über die Laufzeit hinaus für die Stilllegung der Anlagen sichert. Die Regierung plant einen stufenweisen Ausstieg aus der Kernernergie von 2027 bis 2035. Nach den Reaktoren in der Provinz Cáceres sollen Ascó I 2029, Corfrentes 2030, Ascó II 2033 und Vandellós und Trillo 2035 abgeschaltet werden.

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