Profis wehren sich gegen Liga-Spiele in USA

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Einer der Wortführer des Protests gegen die LaLiga-Pläne: Real-Kapitän Sergion Ramos. Foto: Federico Gambarini/dpa

Madrid – dpa. Die Fußballprofis der Primera División wehren sich gegen die Pläne zur Durchführung von Liga-Spielen in den USA. Nach einem Treffen mit Kapitänen von Erstligavereinen am späten Mittwochabend in Madrid bezeichnete der Präsident der spanischen Spielergewerkschaft AFE, David Aganzo, die Pläne der LaLiga als „verrückt“. Er drohte mit einem Streik, falls die Liga ihre Pläne weiter verfolgt. Am Treffen nahmen unter anderem die Nationalspieler Sergio Ramos von Champions-League-Sieger Real Madrid und Sergio Busquets von Landesmeister FC Barcelona teil.

Beim Treffen hätten sich alle Kapitäne „einstimmig“ gegen Gastspiele in den USA und Kanada ausgesprochen, sagte der Ex-Profi Aganzo vor Journalisten. Die Spieler seien ob der Pläne „alle überrascht und empört“. Man habe beschlossen, mit allen Mitteln dagegen vorzugehen. Ein Streik werde nicht ausgeschlossen. „Wir Fußballer stehen nicht zum Verkauf. Wir denken nicht nur ans Geld. Wir denken in erster Linie an die Fans und an die Gesundheit“, versicherte Aganzo. Es sie die Zeit gekommen, „basta“ zu sagen.

Unter Berufung auf LaLiga hatte die Zeitung „El País“ jüngst die Pläne enthüllt, erstmals in der Geschichte der spanischen Landesmeisterschaft offizielle Partien außerhalb der Landesgrenzen auszutragen. Zunächst solle ein Spiel pro Saison nach Nordamerika verlagert werden, hieß es. Ein entsprechender Vertrag sei mit dem US-Sportunternehmen Relevent mit Sitz in Miami unterzeichnet worden. Durch das auf 15 Jahre begrenzte Abkommen solle der spanische Fußball in den USA und Kanada populärer gemacht werden, sagte LaLiga-Präsident Javier Tebas.

Den Angaben zufolge könnte bereits in der am vorigen Wochenende begonnenen Spielzeit eine Begegnung in den USA ausgetragen werden, voraussichtlich mit Teilnahme von einem der Topclubs FC Barcelona oder Real Madrid.

 

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