Puigdemont zeigt sich kämpferisch

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Carles Puigdemont kommt aus der JVA Neumünster. Foto: dpa

Berlin/Barcelona – dpa/ms. Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat sich nach seiner Freilassung aus der Haftanstalt in Neumünster kämpferisch geäußert. „Ich möchte mich bei allen bedanken, für ihre Hilfe und Solidarität. Vielen Dank“, sagte er auf Deutsch bei einer kurzen Ansprache vor dem Gefängnis. Nachfragen ließ er bei seinem Auftritt nicht zu. Eine für den Abend angekündigte Pressekonferenz wurde abgesagt. Auf Puigdemonts Twitter-Account war zu lesen, er habe sich nach Berlin begeben. Es sei an der Zeit, an die Mitstreiter zu denken, die „zu Unrecht inhaftiert“ seien sowie deren Freiheit zu fordern.

„Der Weg ist lang, aber an seinem Ende kann nur eins stehen, unser Sieg“, sagte er in einer Audiobotschaft, aus der spanische Medien am Freitag zitierten. „Wir machen weiter, stärker und entschiedener als je zuvor, auf unserem katalanischen Weg der Gewaltlosigkeit, der Forderung nach Ausübung unserer demokratischen Rechte“, fügte der 55-Jährige hinzu. Die Zentralregierung in Madrid müsse sich jetzt endlich mit den Separatisten „an einen Tisch setzen“.

Puigdemont wurde am Freitag in Neumünster aus der Haft in der Justizvollzugsanstalt entlassen. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hatte am Donnerstag entschieden, dass der 55-Jährige nicht wegen des spanischen Hauptvorwurfs der Rebellion ausgeliefert werden kann. Ein Auslieferungshaftbefehl wurde nur wegen des zweiten Vorwurfs der Untreue erlassen. Der Haftbefehl wurde aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

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