Thomas Cook: Millionenverlust für Spanien

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Eine Anzeigentafel am Flughafen Fuerteventura informiert über einen gestrichenen Flug nach Manchester. Die Bemühungen um Rettung des angeschlagenen britischen Touristikkonzerns Thomas Cook sind gescheitert. Das Unternehmen stellte mit sofortiger Wirkung seinen Betrieb ein. Foto: dpa

Madrid – dpa. Die spanische Tourismusbranche wird allein wegen der vom insolventen britischen Reisekonzern Thomas Cook nicht beglichenen Rechnungen nach Schätzungen mindestens 200 Millionen Euro verlieren. Diese Verluste würden große Hotelketten wie Meliá und Iberostar, aber auch mittlere und kleinere Unternehmen treffen, sagte der Vizepräsident des Reiseunternehmerverbandes Exceltur, José Luis Zoreda, am Montagabend in einem Radiointerview.

Die Präsidentin der Hotelierverbandes von Mallorca (FEHM), Maria Frontera, hatte zuvor gewarnt, wegen der Thomas-Cook-Pleite sei „die Zukunft vieler Unternehmen ernsthaft gefährdet“. Hilfe des Staates werde auf jeden Fall nötig sein, damit diese Unternehmen überleben. Frontera sprach von „großen Sorgen“.

Die Tourismus-Ministerin der Madrider Zentralregierung, Maria Reyes Maroto, wollte sich unterdessen nach eigenen Angaben am Dienstag mit Politikern und Unternehmern der am stärksten betroffenen Regionen treffen, um über Strategien für die Zukunft zu beraten.

Das Aus von Thomas Cook trifft in Spanien vor allem die Kanaren, die Balearen und Andalusien. Mit dem britischen Reiseveranstalter waren im vergangenen Jahr rund 3,6 Millionen der insgesamt 82 Millionen ausländischen Touristen nach Spanien gekommen. Auf den Kanaren machten die Thomas-Cook-Kunden nach amtlichen Angaben 20 Prozent aller ausländischen Besucher aus, auf den Balearen waren es zehn bis 15 Prozent. Die Konsequenzen der Pleite für Mallorca seien „von einer bisher nie dagewesenen Dimension“, sagte FEHM-Präsidentin Frontera.

Rund 600.000 Urlauber waren zu Wochenbeginn mit Thomas Cook weltweit unterwegs. Nach Schätzungen waren in Spanien rund 70.000 britische Gäste direkt von der Pleite betroffen, weil sie mit Thomas-Cook-Maschinen angereist waren. Die Rückholaktionen für diejenigen unter diesen Touristen, die ihren Spanien-Urlaub zu Wochenbeginn beendet hatten und von der Pleitennachricht am Flughafen überrascht worden waren, verlief derweil auf insgesamt elf spanischen Airports ohne größere Probleme.

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1 KOMMENTAR

  1. Ja Ja , jetzt ist da Gejammer groß.
    Ist aber ebenso wenn man nur auf groß Anbieter setzt und sich nicht seiner Ressourcen bewusst ist.
    Man musste ja Großkotzig die Bettenburgen bauen und das Land Verschandeln. ( Urbanisieren um jeden Preis)
    Nun ist der Dolchstoß gekommen der so lange überfällig war.
    Aber all was daran noch dran hängt : Busunternehmen die den Transfer machen und Ausflüge gestalten.
    Ausflugs-Gastronomie, Freizeit-Parks, Autovermieter und und und.
    Die Arbeitslosigkeit dürfte ab November gravierend in die Höhe schnellen.
    Also liebe Leute da Oben aus Wirtschaft und Politik : Selbsthilfe ist angesagt, aber bitte nicht wie üblich, immer erst die Hände aufhalten und denn an das Volk denken.
    Jetzt habt ihr die Möglichkeit euch zu beweisen.

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