Verurteilt wegen Vergewaltigung

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Das erste Urteil gegen die Mitglieder der Manada sorgte für Entrüstung. Das Oberste Gericht hat es aufgehoben und die Manada wegen Vergewaltigung verurteilt. Foto: dpa

Madrid – sk. Es war Vergewaltigung. Das Oberste Gericht hat die fünf Mitglieder der Manada wegen Vergewaltigung zu 15 Jahren Haft verurteilt und damit das umstrittene Urteil des Landgerichts von Navarra wegen sexuellen Missbrauchs zu neun Jahren Haft aufgehoben. Und die Verurteilten kamen sogar noch „glimpflich“ davon, denn das Oberste Gericht stufte das Vergehen der Fünf an einem Mädchen bei den Sanfermines im Jahr 2016 nicht als eine fortlaufende (Massen-)Vergewaltigung ein, sondern sprach von mindestens zehn Vergewaltigungen – damit hätte das Strafmaß für einzelne Mitglieder höher ausfallen können. Allerdings konnten José Ángel Prenda, Alfonso Jesús Cabezuelo, Ángel Boza, Antonio Manuel Guerrero und Jesús Escudero nicht als „Täter und Mittäter einer Vielzahl von Vergewaltigungsdelikten“ verurteilt werden, weil die entsprechende Klage dafür gar nicht vorlag – weder vom Opfer noch von der Staatsanwaltschaft. Das Oberste Gericht sprach in Bezug auf das erste Urteil des Landgerichts Navarra von einer „juristischen Fehleinschätzung“.

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