Volkspartei: Noch zwei Kandidaten im Rennen

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Hat die Abstimmung der Parteibasis knapp für sich entschieden: die frühere Vize-Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría. Foto: Oscar Del Pozo/dpa

Madrid – dpa. Im Rennen um die Nachfolge des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy als Chef der konservativen Volkpartei (PP) gibt es nur noch zwei Kandidaten. Bei einer Abstimmung der Parteibasis setzte sich die frühere stellvertretende Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Donnerstag mit 37 Prozent vor Ex-Regierungssprecher Pablo Casado (34 Prozent) durch, wie die PP am späten Abend mitteilte. Auf einem außerordentlichen Parteitag am 20. und 21. Juli in Madrid werden knapp 3.200 Wahlmänner einen der beiden zum neuen Parteivorsitzenden wählen.

Der Sozialistenführer Pedro Sánchez hatte Rajoy am 1. Juni durch ein Misstrauensvotum im Parlament zu Fall gebracht und regiert nun Spanien mit einer Minderheit im Parlament. Nur vier Tage nach seiner Abwahl trat Rajoy als Parteichef zurück. „Das ist das Beste für die PP, für Spanien und für mich“, sagte der 63-Jährige am 5. Juni in einer emotionalen Rede. Rajoy war seit Oktober 2004 PP-Vorsitzender und seit 2011 Ministerpräsident.

Bei der landesweiten Wahl gaben den Angaben zufolge gut 58.000 von knapp 67.000 für die Abstimmung registrierte Parteimitglieder ihre Stimme ab. PP-Generalsekretärin und Ex-Verteidigungsministerin María Dolores de Cospedal, die neben Sáenz de Santamaría als große Favoritin galt, kam nur auf rund 26 Prozent – und schied als Drittplatzierte unter insgesamt sechs Bewerber überraschend aus. Mit 50 Prozent und einem Vorsprung von mindestens 15 Prozentpunkten vor dem Zweitplatzierten wäre der Sieger der Abstimmung der Parteibasis direkt zum PP-Vorsitzenden gewählt worden.

 

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