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„Ins Essen gespuckt“: Twenty4tim terrorisiert, weil er 26 Kilo zugenommen hat

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Twenty4tim geht offen mit seiner Essstörung um. Aktuell hat der Influencer 26 Kilogramm zugenommen. Von den Hass-Reaktionen im Netz ist Tim schockiert und wendet sich mit einer wichtigen Botschaft an seine Hater.

Köln - Twenty4tim (22) gehört zu den erfolgreichsten Influencern des Landes. Allein bei TikTok folgen dem 22-Jährigen über vier Millionen Menschen. Aktuell ist er jedoch auf einige seiner Follower gar nicht gut zu sprechen.

Twenty4tim geht offen mit seiner Essstörung um

Dass er bereits als Jugendlicher an einer Essstörung litt, hat Tim Kampmann, wie Twenty4tim bürgerlich heißt, schon vor langer Zeit verraten. Nachdem er mit 14 Jahren ein Körpergewicht von etwa 100 Kilogramm hatte, entwickelte er eine anorektische Essstörung (Magersucht).

In den letzten Monaten hat der Medienstar wieder zugenommen, 26 Kilogramm bringt er nun mehr auf die Waage. „Ich habe in den letzten Monaten fast 26 Kilo zugenommen, bin fast wieder in meiner Essstörung gelandet,“ verrät er ganz offen. Und genau dafür muss er im Netz harte Kritik einstecken. Twenty4tim kann die harschen Reaktionen seiner Follower nicht nachvollziehen und verschafft seinem Ärger auf seinem TikTok-Kanal Luft.

Essstörungen - Binge-Eating, Bulimie, Magersucht

Von den drei Erkrankungsformen der Essstörung ist die Binge-Eating-Störung die häufigste, gefolgt von der Bulimie. Die bekannteste Form, die Magersucht, tritt am seltensten auf. Von 1.000 Mädchen und Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens durchschnittlich etwa - 28 an einer Binge-Eating-Störung, 
- 19 an Bulimie und 
- 14 an Magersucht 

Jungen und Männer sind deutlich weniger betroffen: Von 1.000 erkranken im Laufe ihres Lebens durchschnittlich etwa

- 10 an einer Binge-Eating-Störung, 
- 6 an Bulimie und 
- 2 an Magersucht

Mischformen, also Formen der Essstörung, die nicht exakt die Diagnosekriterien von Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating-Störung erfüllen, treten mindestens so häufig auf wie die „Reinformen“ der Erkrankung. (Quelle: Bundeszentrale für gesetzliche Aufklärung)

Twenty4tim kontert die Kritik seiner Hater

„Ihr habt mir in den letzten Monaten das Essen aus der Hand geschlagen, mir ins Essen gespuckt“, regt sich der 22-Jährige auf. Doch nicht nur das - er habe sich nicht mehr sicher gefühlt und sogar Hilfe bei der Polizei gesucht: „Ich bin zur Polizei gegangen, weil ich mich nicht sicher gefühlt habe, ich brauchte Personenschutz.“

Denn seine Hater hätten seine Wohnung ausfindig gemacht, sein Nummernschild abgefilmt und dieses online gestellt. „Ihr habt mir jeden Tag gesagt, dass ich fett bin“, erklärt Tim. Sie hätten ihm „das Leben zur Hölle gemacht“, so der Influencer weiter. Dennoch wünscht er seinen Kritikern nichts Böses, nur dass sie an entsprechender Einsicht gewinnen.

Es ist nicht die erste Hasswelle, der der junge Influencer ausgesetzt ist. Nach einem Song-Release wurde Twenty4tim von seinen Hatern „fast zusammengeschlagen.

Das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) steht Betroffenen, Angehörigen und anderen Personen für Fragen rund um Essstörungen zur Verfügung. Anruferinnen und Anrufer erhalten eine Erstberatung und Adressen, an die sie sich wenden können. 
Die Beraterinnen und Berater erreichen Sie unter der Telefonnummer 0221 892031 montags bis donnerstags von 10.00 bis 22.00 Uhr und freitags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr. Verwendete Quellen: tiktok.com/@twenty4tim; Bundeszentrale für gesetzliche Aufklärung

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