Sänger R. Kelly vor Gericht.
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US-Sänger R. Kelly bei einer Anhörung vor Gericht. (Archivbild)

Vor Gericht in New York

Missbrauchsprozess: US-Sänger R. Kelly schuldig gesprochen – lange Haftstrafe droht

Der US-Sänger R. Kelly ist in einem Missbrauchsprozess für schuldig befunden worden. Das verkündete die Jury in New York am Montag.

New York - Im Missbrauchsprozess gegen R. Kelly haben die Geschworenen den früheren Pop-Superstar in allen neun Anklagepunkten für schuldig befunden. Das verkündeten die sieben Männer und fünf Frauen am Montag an einem Gericht in New York.

Dem 54-Jährige wurde sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Entführung, Bestechung und Zwangsarbeit in den Jahren 1994 bis 2018 vorgeworfen. Nun droht dem Musiker, der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzt, eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang.

US-Musiker und R‘n‘B-Star R. Kelly: Sänger wird schuldig gesprochen

Das Gericht in New York erteilte das Urteil nach insgesamt neun Stunden. Dem „I believe I can fly“-Sänger wurde ebenfalls vorgeworfen, gemeinsam mit seinem engsten Berater ein „kriminelles Komplott“ ausgeheckt zu haben, wie Bild.de berichtet. Am Montag wurde der 54-Jährige nun von der Jury schuldig gesprochen.

Während des Prozesses im New Yorker Stadtteil Brooklyn hatten sich insgesamt elf mutmaßliche Opfer zusammengetan und ausgesagt. Neun Frauen und zwei Männer. Als Kelly den Missbrauch begangen haben soll, waren sechs von ihnen noch minderjährig. Der Sänger selbst hat auf eine Aussage während des Prozesses verzichtet - sein Blick war starr, richtete sich nur nach vorne. (dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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