30 Jahre voll im Schwung

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Jesús Pobre – se. „Je älter wir werden, desto jünger erscheinen wir“, das ist das Motto des frisch renovierten Golfplatzes La Sella zu seinem 30. Geburtstag. Bestehen. Der 27-Loch-Platz in Jesús Pobre bei Dénia, am Fuße des Naturparks Montgó, ist von der Golflegende José María Olazábal erneuert worden, der ihn vor 30 Jahren auch geschaffen und später dann ausgebaut hat. „Wir sind zusammen gewachsen“, sagt der frühere Ryder-Cup-Kapitän und zweifache Masterssieger bei der Gala am Samstag. „Ich war ja ein halbes Kind damals. Wir wussten nicht, was die Zukunft bringen würde und es gab viele Herausforderungen, aber es war eine Erfolgsgeschichte.“
Die technischen Anforderungen für den Spieler auf dem ganzen Platz – in den Greens und im kurzen Spiel – seien mit der Sanierung noch gestiegen. Er habe seine ganze Erfahrung als Spitzenspieler eingesetzt, erklärte Olazábal. Etwa, um zu planen, wo er Hindernisse hinsetzt, wo der Boden zum Hang wird und wie er seine Vision von jedem Loch umsetzen konnte.
Der Baske hat nicht nur eine besondere Beziehung zu La Sella, weil es damals sein erstes Golfplatzprojekt war. „Die Landschaft hier am Montgó ist wunderschön, das Klima sehr gut, um das ganze Jahr über zu spielen, und die Gastronomie hervorragend“, meint er.

Bindeglied zwischen Nationen
Die Spieler kommen dann auch aus 51 Ländern. „Unser Golfplatz funktioniert als Bindeglied zwischen den Nationen“, erklärt Mara Baño, Direktorin und Tochter des Gründers Pepe Baño. Die meisten der aktuell 700 Clubmitglieder seien Engländer, dann folgten die Deutschsprachigen, der Anteil der Spanier betrage rund 20 Prozent. Bei insgesamt rund 60.000 Golfpartien im Jahr bestehe fast die Hälfte der Spieler aus Mitgliedern, die übrigen seien Gäste.
Dass so viele ausländische Residenten im Club sind, hat seinen Grund. Der Platz richtete sich von Anfang an sie. „Mein Vater lebte früher ein Jahr in England und sah, dass dort nicht nur die Reichen, sondern alle Welt das ganze Jahr über Golf spielte“, berichtet Mara Baño. „Das war für ihn später als Unternehmer im Tourismussektor wichtig, denn die Saison hier dauerte nur etwa vier Monate. Mein Vater dachte, wenn die in England im Januar bei drei Grad spielen, können sie das doch noch viel besser bei uns in Spanien bei 15 Grad tun.“ Mit dem Argument überredete er ein paar Freunde, sich in dieses Abenteuer mit ihm zu stürzen.“

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