6.000 neue Betonburgen

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Kräne ohne Ende: Der Bauboom an der Küste von Orihuela ist allseits sichtbar. Foto: Marco Schicker

Orihuela – mar. Garbanzuelo, in der Botanik ein Distelgewächs, beschreibt in der Tiermedizin einen Abszess, der Pferden bei Verhärtung „irreparable Deformation“ zufügt. Nomen est omen: Das Projekt mit dem Namen PAU9 Sector-2, volkstümlich „El Garbanzuelo“ in Orihuela Costa, unweit der Siedlung Los Balcones Richtung San Miguel, wird reaktiviert.
Seit 2005 wurden die 2,3 Millionen Quadratmeter erschlossen, die Krise bremste den Träger Marcos y Bañuls aber aus. Nun hat Promoción y Fomento Turístico übernommen, ein Teil der Grupo Quara der Familie Pedrera, die tausende Apartments und Chalets sowie bereits zwei Golfplätze in der Gegend errichtete. Nicht weniger als 6.000 Wohnungen und ein Golfplatz umfasst der Plan für „Garbanzuelo“, der dank großer Nachfrage und der (noch) günstigen Hypotheken möglich scheint. Allerdings könnte er eine neue Blase wachsen lassen, zudem in einer Gegend, in der praktisch jeder Meter zubetoniert scheint.

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1 KOMMENTAR

  1. Warum ist es in Orihuela-Costa NICHT möglich, die bereits bestehenden Wohnungen und Häuser zu nutzen?(es gibt so viele leer stehende Objekte) Oder die Nutzung als Soziale Wohnungen? Das Land versteppt immer mehr. Wie blöd muß man dann sein, um in solch einer trockenen Gegend, noch 2 Golfplätze zu bauen!!! Bekanntlich sind die Wasserreserven längst erschöpft.

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