Ärger mit den Campern

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Wohnmobil reiht sich an Wohnmobil: Ein alltägliches Bild in Bolnuevo an den Felsformationen. Foto: Sandra Gyurasits

Mazarrón – sg. „Die Camper müssen hier weg.“ Dafür setzt sich der deutsche Resident Christian Megner aus Bolnuevo in Puerto de Mazarrón ein. Es geht um die vielen Wohnmobile, die sich in der Nebensaison auf dem freien Gelände vor den Felsformationen Las Gredas niederlassen, das Trittbrett vor die Tür stellen, Tische und Stühle aufstellen, die Parabolantenne ausfahren und die Sonne und den Blick auf das Meer genießen.
„30 bis 50 Camper stehen hier jeden Tag“, sagt Christian Megner. An manchen Tagen zählt er sogar um die 70 Fahrzeuge. „Einige stellen auch Stromaggregate auf, die durch Lärm und Abgase die Anwohner belästigen.“ Viele ignorierten die Schilder, die das Campen verbieten, und blieben mehrere Wochen am Stück auf demselben Platz stehen.
Was Christian Megner „richtig stinkt“ ist, dass sich die Camper an dem öffentlichen Toilettenhaus am Strand von Bolnuevo kostenlos bedienten. Er habe beobachtet und auch fotografiert, wie sie einen Schlauch auf den Wasserhahn setzten, mehrere Fünf-Liter-Kanister mit Wasser füllten und zu ihren Fahrzeugen schleppten. „Und das nicht nur einmal.“ In den Toiletten würden sie Schmutzwasser ihrer Chemie-Toiletten entsorgen.
„Nicht fair“
„Das ist nicht fair uns Anwohnern gegenüber“, meint auch Megners Frau Tanja. „Wir müssen schließlich das Wasser, das sie sich kostenlos nehmen, bezahlen.“ Unermüdlich geht Christian Megner gegen das wilde Campen in Bolnuevo vor. Sechs Anzeigen und fast 2.000 Unterschriften hat er dem Rathaus in Mazarrón seit dem 11. Januar bereits vorgelegt. „Das Rathaus weist die Polizei an. Die Polizei kontrolliert zwar, unternimmt aber nichts mit der Begründung, dass es sich um ein Privatgrundstück handle“, sagt Christian Megner.

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