Wo alles begann

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Kahlschlag: Auf dieser Mandelplantage standen bis vor kurzem 1.000 Bäume. Foto: Ángel García

Judith Finsterbusch – Benimantell. Eine grüne Schleife hängt neben einer schwarzen an dem vergitterten Fenster. Am nächsten Haus das gleiche Duo, hier und da ein Protestplakat, das an einem Balkon sanft im Wind schaukelt. Ein stiller Aufruhr, der nicht so recht zu den Furgonetas passen will, die über die Straßen von Benimantell rumpeln – und noch weniger zu den Seniorinnen, die mit ihren Einkaufstrolleys zwischen den Häusern entlangschlurfen und jeden Fremden neugierig beäugen. Doch seit zwei Jahren gehört der Protest zur Idylle im Guadalest-Tal hinzu.
Die Bewohner wollen mit den Schleifen und Plakaten ein Zeichen gegen das Vorgehen der Landesregierung im Kampf gegen Xylella fastidiosa, auch Feuerbakterium genannt, setzen. Hier, im Guadalest-Tal, wurde vor zwei Jahren der erste Xylella-Befund auf dem spanischen Festland nachgewiesen. Seitdem hat es unschöne Begegnungen zwischen Landwirten und Guardia Civil gegeben, schwere Maschinen lärmen fast täglich auf den Plantagen, zu dem stillen Protest haben sich lautstarke Demonstrationen gesellt.

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