Alfa 1 sucht Bruder Leichtsinn

0
452
Bergrettung im Einsatz. Notfall oder Fahrlässigkeit? Foto: CBN-Archiv

Altea – mar. In der Marina Baja musste der Hubschrauber Alfa 1 des Kreisfeuerwehr-Konsortiums im vergangenen Jahr 33 Mal ausrücken, um verunglückte oder entkräftete Wanderer und Bergsportler aus der Sierra Bernia, dem Puig Campana oder der Sierra Helada zu bergen. 2016 gab es nur 14 solcher Einsätze.
Die Sierra Helada zwischen Albir und Benidorm war der häufigste Einsatzort, weil die malerische Hügelkette von vielen Touristen unterschätzt wird. Sie sieht harmloser aus, als sie ist. Die Überquerung auf dem Kamm dauert aber gerne vier Stunden, und die Sonne ist hier besonders erbarmungslos, gibt es doch kaum schattenspendende Bäume.
Ähnliches gilt für die Sierra Bernia bei Altea, die mit ihrem langgestreckten Rundweg und den traumhaften Aussichten viele unvorsichtige und schlecht vorbereitete Touristen anlockt. Steile Passagen mit Geröll haben so manchen Knöchel umknicken lassen, die Bergung war dann nur aus der Luft möglich. Auch zum Puig Campana mit seinen 1.408 Metern mussten die Retter fliegen. Hier war Dehydrierung der Haupterettungsgrund. Mit Einbruch der Dunkelheit allerdings sind dem Helikopter die Rotoren gebunden, und die Bergrettungseinheit der Feuerwehr muss zu Fuß los. 14 Mal war das 2017 der Fall.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.