Alles neu in der Casa Nova

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Calp – ms. Der Wind fegt unerbärmlich ums Hauseck. Es ist ein recht stürmischer Tag, aber die in exponierter Lage thronende Casa Nova kriegt die Wetterkapriolen hoch über der Calper Urbanisation Ortenbach immer besonders intensiv zu spüren. Und das wohl seit Mitte des 17. Jahrhunderts – seit wann genau, ist unklar. Bis heute zerbrechen sich die Historiker die Köpfe darüber, in welchem Jahr das massive Anwesen, von dem aus man ganz Calp überblicken kann, ganz genau erbaut wurde.
Was man weiß, ist, dass einst bis zu 100 Arbeiter die Ländereien der Casa Nova bewirtschafteten. Vermutlich gehörte das Haus der wohlhabenden Familie Feliu aus Benissa, über die Historiker wie der Leiter des Instituts für Calpiner Studien, Andrés Ortolá, einiges zusammengetragen haben. Geholfen hat dabei auch Ángel Pineda, der zur letzten Familie gehört, die die Casa Nova bewohnte, und unter den Calpinos nur als Ángel Casa Nova bekannt ist. Von 1955 bis 1974 verwaltete Pinedas bereits verstorbener Vater, Joaquín Pineda Ivars, das Anwesen im Auftrag der Landgutbesitzer aus Benissa. Die Familie – Mutter Ángela Ginestar Esquerdo, Ángel Pineda sowie zwei weitere Geschwister – lebte zu dieser Zeit allein in dem riesigen Landgut. Schon damals blies der Wind trotz der massiven Mauern durch den Eingangsbereich, erinnert sich Pineda. „Das Eingangstor und die direkt gegenüberliegende Tür zum Innenhof durften niemals gleichzeitig offen sein. Manchmal fegte der Wind mit einer solchen Wucht ins Haus, dass eine der Türen laut krachend zuschlug, das war richtig gefährlich für uns Kinder“, so der Calpino.

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