Alles real: Madrid

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Moderne Kunst im „Central Park“ Madrids: Der Kristallpalast im Parque de Retiro. Fotos: Marco Schicker

Madrid – mar. Städtetrips, zumal zu Metropolen vom Schlage Madrids, haben eine Tücke: Stress. Den Stress, den sich der Reisende selbst bereitet, weil er in so kurzer Zeit wie möglich so viel wie möglich sehen und erleben will. Es gibt Reisegruppen, die schaffen „Europe in 10 days“ – und sich selbst. Kaffeetrinkend auf einem Platz in einem Barrio etwas abseits sieht, riecht, atmet man mehr von einer Stadt und ihren Menschen als wenn man die Top Ten von Tripadvisor abhechelt. So wollten wir es halten und liefern einen Vorschlag, wie man Madrid in zwei Tagen intensiv, aber stressfrei genießen könnte.
Paradoxerweise beginnt unsere Entschleunigung schon mit der Anreise im Hochgeschwindigkeitszug. Mit dem „Zugvogel“ AVE schwebt man von Alicante oder Málaga in nur zweieinhalb Stunden die 500 Kilometer nach Madrid. Von Zentrum zu Zentrum. Das schafft man mit keinem Flugzeug. Kauft man die Tickets online bei renfe.com oder direkt am Schalter rund drei bis sechs Wochen vorher, findet man Schnäppchen von 25 Euro pro Person und Strecke, die Normalpreise gehen von 55 bis 80 Euro. Der frühe AVE fängt den Wurm!
Sind Sie nicht allzu gut zu Fuß, können Sie, in Atocha angekommen, direkt in den Hop-on Hop-off-Bus springen (buchbar über madrid.city-tour.com). Das klingt zunächst sehr touristisch, hat aber entscheidende Vorteile. Man verhindert in der weitläufigen Stadt frühe Pflastermüdigkeit und kann an jedem Haltepunkt aussteigen, um etwas zu besichtigen und dann mit einem anderen Doppeldecker weiterfahren. Legt man das gewählte Hotel in die Nähe der Busroute, spart man sich einen weiteren Weg und das Taxi. Das Ticket gilt ganztägig (19 bis 22 Euro), es gibt eine Tag-und-Nachtlinie oder eine Variante für zwei Tage.

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