Apad-Bewerbung abgelehnt

0
969
Schon Am 8. August demonstrierten viele Tierfreunde für eine Vertragsvergabe an Apad. Foto: A. Beckmann

Dénia – at. Schock und tiefe Enttäuschung bei Apad: Der Denianer Tierschutzverein hat die Mitteilung erhalten, dass er bei der Bewerbung für die städtische Ausschreibung um den Einsammel- und Versorgungsdienst herrenloser Hunde in Dénia nicht den Anforderungen entspreche. Eine neue Ausschreibung müsse durchgeführt werden.

Und das, obwohl Apad nach langem Zittern und Bangen in der Phase 2 der Ausschreibung in puncto Anforderungen das Rennen vor dem Mitbewerber Serproanimal gemacht hatte. Nur wegen eines Formfehlers – Apad hatte den ausgeschriebenen Betrag nicht, wie der Mitbewerber, unterboten – hatte zwar zunächst Seproanimal den Zuschlag bekommen. Das Unternehmen reichte seine Unterlagen jedoch nicht fristgerecht ein, weshalb anschliessend Apad als einziger Mitstreiter dazu aufgefordert wurde. Fristgerecht sandte es die angeforderten Dokumente bis zum 30. August ans Rathaus und hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 6.867,16 Euro.

Die Begründung des Rathauses für die überraschende Ablehnung betrifft mehrere Punkte. Zum Beispiel könne Apad keine anderen Tiere als Hunde aufnehmen, nicht die Kosten für mehr Personal tragen, um einen 24-Stunden-Service zu gewährleisten und der Verein halte es nicht für möglich, einen Bericht über die gesammelten Tiere, vorgenommen Adoptionen oder das für den Dienst tätige Personal zu erstatten.

Apad betont in einer Mitteilung, dass die Anforderungen der Ausschreibung tatsächlich unerfüllbar seien, es jedoch in seiner Bewerbung für alle problmatischen Anforderungen angemessene Lösungen oder Alternativen vorgeschlagen habe. Zum Beispiel könne es zwar nur Hunde unterbringen, arbeite aber für andere Tierarten mit anderen Tierschutzvereinen zusammen. Es könne keinen 24-Stunden-Tierarzt bezahlen, würde aber weiterhin mit der Tierklinik Nexo zusammenarbeiten, die einen 24-Stunden-Notdienst betreibt. Einen monatlichen Bericht über die Anzahl der einkommenden Hunde etc. sende es schon seit Jahren dem Rathaus zu.

Doch all diese Lösungen, mit denen der Verein seit Jahren arbeite,  „scheinen am Ende des Ausschreibungsverfahrens nicht mehr für den Stadtrat geeignet zu sein“, schreibt Apad. „Wir bezweifeln, dass eine andere Organisation alle Anforderungen erfüllen kann.“ Nach der mittlerweile dritten Ausschreibung ohne Beschluss habe man „die Hoffnung verloren“.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.