Belgierin in Calp erstochen

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Fernsehteams filmten am Montagmittag vor dem von der Guardia Civil versiegelten Haus. Foto: Ángel García

Calp – ms. Mitten in der ruhigen Calper Urbanisation La Vallesa hat sich in der Nacht von Sonntag, 21., auf Montag, 22. Juli, offenbar ein Drama abgespielt: Ein 61-jähriger Belgier soll seine 57-jährige Lebensgefährtin gegen 1.30 Uhr mit einem Messer erstochen haben. Anschließend versuchte der Mann sich selbst zu töten. Nach ersten Informationen der Guardia Civil fand die Tochter des ebenfalls belgischen Opfers die Leiche ihrer Mutter und deren schwerverletzten Lebensgefährten, der ins Krankenhaus nach Villajoyosa gebracht wurde.

Das Paar soll seit einigen Jahren in Calp gelebt haben, offiziell gemeldet waren die beiden allerdings erst seit rund vier Monaten, wie Calps Bürgermeisterin Ana Sala am Rande einer eilig einberufenen Schweigeminute am Rathaus am Montagmittag sagte. „Ein Ereignis, das unseren bislang so ruhigen Sommer ganz plötzlich verfinstert hat“, sagte Sala und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. Eine vorherige Anzeige wegen Häuslicher Gewalt hätte den Behörden nicht vorgelegen.

Wie die Regierungsvertretung für Häusliche Gewalt am Mittag per Twitter bestätigte, ist die Belgierin das 34. Todesopfer Häuslicher Gewalt in Spanien in diesem Jahr und damit insgesamt das vierte am Peñón. In Calp wehen die Flaggen nun auf Halbmast, die Stadt hat zwei Tage Trauer angesetzt.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Halbmast-Beflaggung halte ich im Todesfall
    der Belgierin sowie eine
    angeordnete 2-Tages-
    Trauer für unangemessen,
    so traurig und dramatisch
    der Vorfall auch für die
    Angehörigen und die Bevölkerung definitiv
    waren.
    rung

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