Immigranten nach Malta gebracht

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Das Fischerboot aus Santa Pola war seit neun Tagen auf dem Mittelmeer herumgeirrt. Foto: dpa

Santa Pola – ms. Die elf afrikanischen Immigranten, die neun Tage auf dem Fischerboot „Nuestra Madre Loreto“ aus Santa Pola ausgeharrt haben, werden nach Malta gebracht. Am Sonntagmorgen nahm die maltesische Küstenwache die Afrikaner an Bord. „Endlich“, schrieb die Hilfsorganisation Open Arms auf Twitter. Die Besatzung aus Santa Pola zeigte sich erleichtert. Sie wird zunächst Italien anfahren, um ihre Vorräte aufzufüllen und dann wie geplant auf dem Meer weiterfischen, bevor es kurz vor Weihnachten nach Santa Pola zurückgeht. Die Afrikaner sollen anschließend von Malta nach Spanien gebracht werden.

Nach neun Tagen auf dem Mittelmeer hatte die Besatzung des Fischerboots „Nuestra Madre Loreto“ entschieden, mit den Immigranten an Bord in ihren Heimathafen Santa Pola zurückzukehren, wenn keine Erlaubnis erteilt werde, dass sich die Hilfsorganisation Open Arms der Immigranten annehmen dürfe. Die Situation auf dem Boot sei mittlerweile untragbar, so die Besatzung, die Vorräte gingen zur Neige. Einer der anfangs zwölf  Immigranten war am Freitag bereits wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus geflogen worden.

Die „Nuestra Madre Loreto“ hatte am 22. November zwölf afrikanische Immigranten aus dem Wasser geholt, die vor der libyschen Küstenwache auf der Flucht waren. Seitdem war das Fischerboot auf der verzweifelten Suche nach einem europäischen Hafen zum Anlegen auf dem Meer herumgetrieben. Die spanische Regierung hatte, genau wie zunächst auch Malta und Italien, ein Anlegen des Fischerboots verweigert und darauf gedrängt, die Afrikaner in Libyen an Land zu lassen. Eine Option, die Flüchtlingshelfer und Besatzung weder für die Immigranten noch für die Fischer für sicher hielten.

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