Bumberota und Co.

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El Baile de la Moma: Die Tugend wird von den sieben Todsünden bedrängt. Fotos: Susanne Eckert

Jávea/Teulada-Moraira – se. Majestätisch schreitet die Riesin Joanaina durch Jáveas enge Altstadtgässchen. Ihr hoher schlanker Körper dreht sich bei jeden Schritt etwas nach rechts und dann wieder nach links, in einem eleganten Tanz, mit dem sie die Zuschauer auf beiden Seiten der Straße grüßt. Doch die Freundlichkeit der blau gewandeten Wasserfee mit den roten Locken täuscht. Das Fabelwesen erscheint allen, die in der Johannisnacht an den Quellen Font Santa und Font de la Jana bei Teulada vorbeikommen, steigt seinen armen Opfern auf den Buckel und lässt sich bis zum Ortseingang tragen. Wer dabei nach vorne schaut und nicht einmal zurückblickt, dem erfüllt sie jedoch nach der Ankunft dort alle Wünsche.
Die Riesin Juanaina, der Drache Bumberota, die Parade der acht Pferdchen – sie alle waren Teil eines Umzugs, mit denen die Folkloregruppe Grup de danses Font Santa aus Teulada vergangen Sonntag in Jávea mittelalterliche Traditionen wiederaufleben ließ. Die liebevoll aus Holz und später aus Pappmaché hergestellten Figuren des so genannten Bestiario valenciano bevölkerten vom 14. bis zum 19. Jahrhundert an Fronleichnam und bei anderen Festivitäten die Straßen.

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